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Michael Monroe: Passionierter Sternengreifer

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Das komplette Interview mit Michael Monroe findet ihr in der METAL HAMMER-Märzausgabe 2026, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

METAL HAMMER: Michael, dein neues Album OUTERSTELLAR ist ­innerhalb von vier Jahren in verschiedenen ­Sessions entstanden. Kannst du uns ­diesen Prozess etwas näher aufschlüsseln?

Michael Monroe: Wir hatten diesmal gar keinen bestimmten Produktionsplan für eine neue Platte. Vielmehr haben wir, da alle in der Band Songs schreiben, über einen Zeitraum immer wieder an Sachen gearbeitet und kamen letzten Endes auf 45 oder 50 Songs. Einer der ältesten Songs, ‘Pushin’ Me Back’, geht auf das Jahr 2019 und die ONE MAN GANG-Session zurück. Er sollte eigentlich auf das letzte Album, passte aber nicht so perfekt zum Rest, wie er es jetzt tut. Dann gab es Demo-Sessions im Studio unseres Gitarren-Roadies, und Stücke wie ‘Shinola’ oder ‘Road To Ruin’ kamen dabei heraus. Die haben wir sogar in ihrer Demoform belassen und auf das Album gepackt.

Darüber hinaus haben wir uns vorletzten Sommer für fünf Tage mit der gesamten Band in einer Villa mitsamt Studio in Helsinki einquartiert. Dort entstanden ‘Rockin’ Horse’ und ‘One More Sunrise’. Und die neuesten Sachen entstanden nach unserer letzten Japan-Tour. Da wurde langsam klar, dass wir ein komplettes Album so gut wie im Kasten hatten. Also brauchten wir einen Mischer. Dave Draper, ein klassischer Rock-Typ, kam ins Gespräch, und ich hatte die Hoffnung und das Gefühl, dass er mehr als das ist und er seinen Horizont eventuell ein wenig erweitern will. Denn unsere Sachen sind nicht nur purer Rock, sondern es gibt eine große Variation von Sounds, Stilen und musikalischen Welten. Er entpuppte sich als perfekte Wahl und wird das wohl auch zukünftig für uns sein.

Obdachlose Blutsbrüder

MH: Das klingt nach einer guten externen Erweiterung für ein eingeschworenes Team. Deine Solo-Band ist – abgesehen von Ginger Wildheart und Backyard Babies’ Dregen als Interimsgitarristen – seit 15 Jahren stabil. Selbst der Nachzügler Rich Jones ist inzwischen schon seit elf Jahren fest an der Gitarre dabei. Definitiv ein Sologruppenglücksgriff. Welche charakterisierenden Steckbriefe würdest du deinen Mitspielern ausstellen?

MM: Wir sind alle beste Freunde und haben großen Spaß zusammen. Ich bin ein total Band-orientierter Mensch, und auch wenn die Gruppe meinen Namen trägt, sind wir eine Gemeinschaft. Sami (Yaffa, Bassist – Anm.d.A.) kenne ich am längsten und schon aus Hanoi Rocks-Tagen. Er ist mein Blutsbruder. Er, Nasty Suicide und ich haben damals, als wir mit Hanoi anfingen, ein halbes Jahr lang in Stockholm zusammen als Obdachlose auf der Straße gelebt. Das schweißt zusammen. Sami hat ein Herz aus Gold, ist sehr informiert und kennt viele offene Geheimnisse der Menschheit und ist zugleich das Rückgrat der Band. Natürlich zusammen mit Karl „Rockfist” Rosqvist, unserem Drummer.

Ursprünglich sollte Jimmy Clark, der Schlagzeuger von Demolition 23, auch in meiner Solo-Band spielen. Er sagte aber in letzter Minute ab. Und das vor der großen neuen Band-Vorstellung mit Bam Margera als Moderator! Zum Glück kannte der damalige Gitarrist Todd Youth Karl und hat ihn rasch in die Band geholt. Er passte sogar noch besser als Jimmy. Karl ist gebürtiger Finne, der in Stockholm aufwuchs, bevor er nach L.A. zog. Karl und ich sind diejenigen, die bei den Shows am meisten schwitzen. Er hat auch schon für Danzig getrommelt. Ein Tier. Das ist meine Rhythmussektion.

Tour mit Doro?

MH: Deine letzte ausführliche Deutschland-Tour liegt leider schon etwas länger zurück. Können wir mit einer baldigen Bühnenrückkehr rechnen?

MM: Wir haben vor zwei Jahren diese Full Metal Cruise von Deutschland nach Skandinavien und zurück gespielt. Ich weiß also, dass ihr gute Rock’n’Roll-Shows liebt, denn jeden Tag an Bord kamen immer mehr Leute, um uns zu sehen. Mit Hanoi Rocks haben wir es damals dummerweise versäumt, öfter in Deutschland zu spielen. Das waren höchstens vier Shows in den Achtzigern – was aus heutiger Sicht verrückt ist. Das hat zur Folge, dass ich als Künstler in Deutschland nie etabliert war und jede Tournee heute eine finanzielle Herausforderung darstellt.

Deshalb wäre es vielleicht schön, mit jemandem zusammen zu touren. Doro etwa. Sie ist eine Freundin von mir, ich kenne sie noch aus meinen New Yorker Tagen. Und auf dem Kreuzfahrtschiff haben wir dieselbe Bühne bespielt. Ich denke, das wäre eine tolle Kombination. Wir sind musikalisch zwar etwas unterschiedlich, aber immer noch Rock genug, sodass es gut funktionieren könnte.

Was Michael über die beiden Gitarristen Steve Conte und Rich Jones zu sagen hat, warum ‘One More Sunrise’ der epischste Monroe-Song ist und welche Saxofonisten Helden für ihn sind, lest ihr in der METAL HAMMER-Märzausgabe 2026, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

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Frank Thießies schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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