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Morbid Angel: Ex-Drummer Mike Browning ist verstorben

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Die Metal-Welt trauert um einen wegweisenden Musiker: Der frühere Morbid Angel-Schlagzeuger Mike Browning lebt nicht mehr. Der Death-Metaller wurde lediglich 62 Jahre alt. Die Nachricht von seinem Tod überbrachte die Plattenfirma Profound Lore Records, über die der US-Amerikaner zwei Longplayer mit seiner jüngsten Formation Nocturnus AD veröffentlicht hat. Über die Todesursache ist derzeit nichts bekannt.

Legende & Pate

„Ruhe in Frieden, Death Metal-Legende und Pate des Sci-Fi-Death-Metal: Mike Browning von Nocturnus beziehungsweise Nocturnus AD“, heißt es im Statement von Profound Lore. „Möge deine Reise über das Tor hinaus in die äußere Leere führen!“ Darüber hinaus haben sich auch Morbid Angel zu Wort gemeldet: „Ruhe in Frieden, Mike — danke, dass du dazu beigetragen hast, all das zu ermöglichen. Unser Beileid gilt seiner Familie und insbesondere seiner Tochter [welche 2007 auf die Welt kam — Anm.d.A.].“

Browning trommelte auf dem Werk, das eigentlich das Debütalbum von Morbid Angel werden sollte: ABOMINATIONS OF DESOLATION. Eingespielt hatte die Gruppe die Scheibe bereits 1986, letztlich erschien sie 1991. Mike stieg 1987 bei Morbid Angel aus und gründete mit Nocturnus seine eigene Band, bei der er zunächst mit den Gitarristen Vincent Crowley und Gino Marino sowie Bassist Richard Bateman musizierte. Der progressive Stil mit Sci-Fi-Thematik und Keyboards war für die späten Achtziger Jahre ziemlich zukunftsgewandt.

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Auf THE KEY (1990) verdrosch Browning die Felle und sang zudem, bei THRESHOLDS (1992) saß er nur hinter der Schießbude. Des Weiteren mischte Mike bei den in Florida ansässigen Death Metal-Kapellen Incubus und Acheron mit. 2008 brachte er die Soloplatte TRANCEMISSION über Pharmafabrik Recordings raus. Zuletzt widmete er seine Zeit Nocturnus AD, mit denen er die Langrillen PARADOX (2019) und UNICURSAL (2024) veröffentlichte.

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2019 kommentierte Mike Browning in einem Interview mit Bardo Methodology das Erscheinen von ABOMINATIONS OF DESOLATION im Jahr 1991. „Ich hätte nie gedacht, dass es dazu kommen würde, da das Album bereits unzählige Male als Bootleg kursierte. Mir war klar: Wer es hören wollte, konnte die Aufnahme problemlos auf so gut wie jeder Liste von Tape-Tradern finden. Ich hätte nie erwartet, dass Trey [Azagthoth, Gitarrist] und David [Vincent, Bassist & Sänger] es über Earache veröffentlichen würden — besonders nicht, weil ich mit Nocturnus selbst bei diesem Label unter Vertrag stand. Ich erinnere mich, wie ich meinen Freund Jim an einer Tankstelle traf und aus seiner Autoanlage ABOMINATIONS OF DESOLATION dröhnte.

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Ich fragte ihn: ‚Welche Version ist das? Der Sound ist ja extrem klar‘ Er antwortete, es sei die gerade erschienene Earache-Veröffentlichung. Ich stand bei der Plattenfirma unter Vertrag, wusste aber absolut nichts davon. Ich setzte mich sofort mit ihnen in Verbindung: Sie hatten die Bänder von David Vincent gekauft und eine limitierte Auflage herausgebracht, um der Bootleg-Flut Einhalt zu gebieten. Dig von Earache erklärte mir, es sei Davids Entscheidung gewesen, im Booklet niemanden namentlich oder per Foto zu erwähnen. Da weder die Musiker noch die Songwriter genannt wurden, wurde das Album sowohl von den Beteiligten als auch von Earache wie ein Bootleg eines Bootlegs behandelt.“


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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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