Wer schon mal ein Napalm Death-Konzert besucht hat, weiß, dass die Briten keine halben Sachen machen. Das bestätigt nun auch Sänger Barney Greenway im Interview mit Strefa Music Art, als es darum geht, ob er sich mit Napalm Death jemals gelangweilt habe.
Schwierige Monate
Greenway, der schon seit über drei Jahrzehnten am Mikrofon der Grindcore-Pioniere steht, meint: „Ich hatte manchmal das Gefühl, aber nur für kurze Zeit. Und es ging dabei auch eher um andere Dinge, die mich belasteten. Ich hatte ein paar schwierige Monate, deswegen fühlte ich mich entmutigt. Danach ging es mir wieder gut.“
Allerdings weiß er trotzdem, wann seine persönliche Grenze erreicht ist. Er sagt: „Wenn ich nun in ein paar Jahren den Punkt erreiche, an dem ich mich auf der Bühne nicht mehr wohlfühle und ich das Gefühl habe, dass ich kreativ und musikalisch nichts mehr beizutragen habe, dann ist für mich Ende.“
Alles liefern
Seiner Meinung nach sind Gewohnheit und Langeweile nur natürlich. Auf die Dauer kommt es an. Er meint: „Ich glaube, dass jeder das mal durchmacht. Es geht eher darum, wie lange das Gefühl bleibt. Denn wenn man über Monate gelangweilt ist, sollte man darüber nachdenken, ob es überhaupt noch das Richtige für einen ist.
Wenn Kids Geld dafür zahlen, um Konzerte egal welches Genres zu besuchen, sollte es nicht weniger als hundert Prozent sein. Es ist für Leute sowieso schwierig, aber besonders aktuell haben die Menschen nur sehr begrenzt Geld zum Ausgeben. Wenn sie einem also schon ihre Kohle geben, sollte man wirklich alles liefern und nicht weniger. Das ist wichtig“, betont der Musiker.
Er führt weiter aus: „Wenn einem also daran nichts mehr liegt, muss man hinterfragen, ob man es überhaupt noch tun sollte. Aus einer Albumperspektive ist es ähnlich. Wenn man keine Ideen mehr hat und nicht stimuliert und inspiriert genug ist, sollte man hinterfragen, ob man es überhaupt versuchen sollte. Denn meiner Meinung nach braucht niemand nur 50 Prozent einer Kunstform.“
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