Neues Nightwish-Album: „Wir können machen, was wir wollen“

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Vermächtnis von Nightwish erlaubt lange Singles

Nightwish kündigten kürzlich ihr neues Album an – das erste seit dem 2020 erschienenen HUMAN. :II: NATURE. Der heiß erwartete Nachfolger soll den etwas schreibfreundlicheren Titel YESTERWYNDE tragen und im September dieses Jahres erscheinen. In einem Interview mit dem britischen Kerrang! sprach nun Keyboarder und Haupt-Songwriter Tuomas Holopainen über das Album und die erste Single ‘Perfume Of The Timeless’.

„Als wir unser erstes Meeting mit unserem Label Nuclear Blast hatten, um über das neue Album und Singles zu sprechen, habe ich ihnen als Erstes gesagt, wie die Single heißen soll“, erinnert sich der Musiker. „Und, dass sie achteinhalb Minuten lang sein wird und der Refrain erst nach dreieinhalb Minuten anfängt. Und sie sagten nur: ‚Perfekt!‘ Ich denke, das hat damit zu tun, dass wir so eine lange Band-Geschichte und so ein Vermächtnis haben. Wir können machen, was wir wollen. Und ich mache das auch. Aber das heißt schon was, dass wir das dürfen – ich habe gehört, dass es gut für Spotify ist, wenn der Gesang schon nach 15 Sekunden anfängt. Sonst überspringen die Leute das Lied, sie haben nicht mehr die Aufmerksamkeitsspanne.“

Es gibt nur Positives zu berichten

Tuomas erläutert im Interview ebenfalls, wie sich die kürzliche Besetzungsveränderung bei Nightwish auf das Album ausgewirkt hat. YESTERWYNDE wird nämlich das erste Album seit 2002 sein, auf dem Bassist und Sänger Marko Hietala nicht zu hören ist. Laut Tuomas hätte das allerdings keine Auswirkungen auf die Musik: „Das ändert eigentlich gar nichts. Außer, dass wir jetzt nur zwei statt drei Stimmen haben – Floor Jansen und Troy Donockley. Aber das ist es.“

Der neue Bassist Jukka Koskinen sei ein sehr bodenständiger Typ, mit dem man super arbeiten könne. Außerdem seien seine Bassqualitäten außerordentlich. „Er spielt ein bisschen anders“, so Tuomas Holopainen. „Aber das bringt neue Würze in die Musik. Es gibt also nur Positives zu sagen. Es gibt viele Bands, die kein einziges Originalmitglied mehr haben. Am Ende kommt es darauf an, dass die Musik gut ist. Ich schätze, dass es Bands gibt, die für viele Leute so heilig sind, dass sie keine Besetzungswechsel ertragen können. Aber ich denke nicht so. Ich höre die Musik, nicht die Mitglieder.“


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