Das letzte musikalische Lebenszeichen aus dem Hause Parkway Drive war der vor rund einem Jahr veröffentlichte Track ‘Sacred’. Nachdem die Australier zwischenzeitlich auf großer Europatournee waren und im eigenen Lager aufräumen mussten, kann sich das Quintett wieder auf sein Kerngeschäft konzentrieren: Die Musik. Und das sind die Surfer Boys auch endlich angegangen: Wie die Metalcore-Giganten selbst in den Sozialen Medien vermelden, schrauben sie im Aufnahmestudio an frischen Liedgut.
Eifrig am Machen
So posteten Parkway Drive ein in Los Angeles geschossenes Foto, das Frontmann Winston McCall mit Kopfhörer im Studio neben einem Gesangsmikrofon zeigt, während er einem am Computer sitzenden Techniker oder Produzenten über die Schulter auf den Bildschirm schaut. Dazu schrieb die Formation als Bildunterschrift „Precursor“ (was auf Deutsch unter anderem Vorbote oder Wegbereiter bedeuten kann) inklusive eines Mikrofon-Emojis. Ob das schon ein Hinweis auf einen neuen Song- oder Albumtitel ist, bleibt vorerst abzuwarten.
Vergangenen Herbst hat METAL HAMMER bereits mit Parkway Drive über neue Musik gesprochen. In der Titel-Story unserer Oktoberausgabe merkten wir an, dass wir zunächst annahmen, ‘Sacred’ wäre der Vorbote für ein neues Album. Darauf entgegnete Winston: „Nein, nein — wobei: Irgendwie ist es das schon, aber nicht in dem Sinn, dass wir bereits ein vollständiges Album aufgenommen haben und bereit sind, es rauszubringen. Im Grunde sind wir im Parkway-Lager sehr beschäftigt, all diese Dinge ergeben sich, aber wir schreiben Musik — und ‘Sacred’ war das erste Häppchen an Musik, das wir hatten.
Anstatt es aufzuheben und zehn Lieder zu versuchen zu schreiben, die alle zusammengehören, wofür wir zwei oder drei Jahre brauchen, inklusive der Aufnahme im Studio, waren wir eher so drauf: ‚Lasst uns einfach mit dem Einspielen beginnen und die Sachen veröffentlichen, wenn wir sie fertig haben.‘ Denn so wie die Technologie heutzutage funktioniert, haben wir die Möglichkeit, sobald ein Stück komponiert ist, es innerhalb von ein paar Wochen oder einem Monat aufzunehmen, zu mischen und zu mastern. Damit die Fans zusätzlich zum zwanzig Jahre umfassenden Parkway Drive-Back-Katalog noch einen neuen Song haben, auf den sie sich fokussieren können. Und wenn wir erneut ein Lied bereit haben, machen wir das gleiche noch einmal — und so weiter, und so fort.
So bekommen die Leute öfter neue Songs von uns — im Gegensatz dazu, diese großen Lücken zu haben. Und so sehr ich auch ein Album liebe, ist es einfach eine Menge. Es macht einen großen Unterschied, zehn Tracks zu kreieren, die alle zur selben Zeit erschaffen werden, oder eben seinen Fokus auf lediglich eine Vision zu legen und hundert Prozent in diese eine Vision zu stecken und diese zu artikulieren. Außerdem ist es die Art, wie die meisten Menschen sich es anhören werden. Die meisten Leute werden es auf einer Playlist oder als Single hören mit ihrem kleinen bisschen Freizeit, das sie haben. Die Art, wie wir Dinge angehen, hat sich einfach leicht dahingehend verändert, wie Menschen Musik hören, und wie man heute tatsächlich Musik aufnehmen kann.“
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