Toggle menu

Metal Hammer

Search

Powerwolf : Wie aus Spaß ganz schnell Ernst wurde

von
teilen
twittern
mailen
teilen

METAL HAMMER: Diversen Editionen von THE SACRAMENT OF SIN liegt das Cover-Album COMMUNIO LUPATUM bei, für das solch illustre Gruppen wie Heaven Shall Burn, Saltatio Mortis oder Kadavar Powerwolf-Stücke neu interpretiert haben. Welchen Track findet ihr am originellsten?

Matthew Greywolf: Das ist eine sehr schwierige Frage, denn alle sind auf ihre Weise originell, da es jede Band geschafft hat, sich einen Song zu nehmen und völlig zu eigen zu machen. Das war auch die Maßgabe. Daher ist es schwer, etwas herauszugreifen. Mich hat die Caliban-Version von ‘Kiss Of The Cobra King’ völlig umgehauen, weil sie den Song wirklich im wahrsten Sinne des Wortes durch den Wolf gedreht haben, dass es sogar bei mir bis zum Refrain gedauert hat, bis ich das Lied erkannt habe.

„Die Heavy Metal-Familie existiert“

Was gar nicht negativ gemeint ist, sondern positiv. Sie haben ein unglaublich cooles, modernes Stück daraus geschaffen und einen traditionellen Rock-Song derart umgedreht. Das fand ich total faszinierend und war ein Moment für mich, in dem ich gemerkt habe, dass es eine riesige Ehre ist, all diese Kreativität von anderen Künstlern geschenkt zu bekommen und zu erfahren.

Falk Maria Schlegel: Das war wie Geschenkeauspacken an Weihnachten, wenn wieder ein Track kam. „Hast du schon die Version von Mille gehört?“ Oder die Version von Battle Beast ist gekommen – und man war unterwegs und dachte: „Mist, ich muss sofort nach Hause und mir das anhören!“ Das war einfach großartig und zeigt, dass dieser Cross­over, diese Heavy Metal-Familie existiert.

So etwas selbst zu erfahren, ist etwas ganz Besonderes. Jetzt haben wir es umgedreht: Bei der letzten Platte haben wir gecovert – jetzt haben Bands, die wir mögen und mit denen wir in speziellem Kontakt stehen, uns gecovert.

MH: Zu erleben, welches Standing man bei den ­Kollegen hat, ist bestimmt ein super Gefühl…

MG: Auch das ist natürlich schön. Ich finde es ohnehin schade, dass in der Metal-Szene sehr wenig Kooperationen stattfinden. In anderen Bereichen – sei es im Pop oder Hip-Hop, auch wenn ich mich dort nicht wirklich auskenne – ist es viel geläufiger, dass sich Künstler spontan für Dinge zusammentun und ihre Kreativität in einen Topf werfen.

Schade, dass dieses Potenzial im Metal-Bereich sehr wenig ausgeschöpft wird, weil jede Band ihr eigenes Süppchen kocht. In diesem Sinne sind wir sehr stolz darauf und fühlen uns sehr geehrt, dass all diese wunderbaren Bands ihren Einfallsreichtum investiert haben.

MH: Wie kam der Einfall zu diesem Cover-Album überhaupt zustande?

MG: Die Idee wurde spontan geboren, als wir mit Epica auf Tour waren. Sie haben beim Soundcheck in Prag aus Spaß ‘Sacred And Wild’ angespielt. Wir haben das gehört und fanden es richtig cool. Nachts im Tourbus, nach einigen Bieren, haben wir beschlossen: Wir müssen sie einfach fragen, ob sie das aufnehmen wollen – es wäre schön, das zu haben. Mehr als Souvenir für uns. Wir hatten noch gar nicht so weit gedacht, dass man etwas daraus machen könnte.

Epica waren sofort begeistert und haben zugesagt. Irgendwie haben wir die Idee weitergesponnen, und das Ganze hat dann ein Eigenleben entwickelt: „Lass uns doch mal ein paar andere Bands fragen, ob sie darauf Bock haben und das auch machen wollen!“ Und irgendwann war dieses Projekt geboren. Ich glaube, keiner hat wirklich daran geglaubt, dass es möglich wäre.

FMS: Es hat auch bis kurz vor der Deadline gedauert…

MG: … aber umso schöner, dass es geklappt hat!

Das komplette Interview mit Matthew Greywolf und Falk Maria Schlegel von Powerwolf findet ihr in unserer aktuellen METAL HAMMER-Augustausgabe!

teilen
twittern
mailen
teilen
Amon Amarth: Von Selbstüberschätzung zu Dankbarkeit

Das vollständige Interview mit Sänger Johan Hegg und Gitarrist Olavi Mikkonen findet ihr in der aktuellen METAL HAMMER-Dezemberausgabe. Trotz der immensen eigenen Leistung wissen Amon Amarth genau, wem sie die Ebnung ihres Wegs verdanken. Überhaupt sind sie dankbare Menschen, die nichts als selbstverständlich ansehen oder gar etwas einfordern. Einer ihrer wichtigsten Begleiter war Michael Trengert: Er lehnte als Mitarbeiter von Nuclear Blast zwar 1991 die Amon Amarth-Vorgängerband Scum ab, wie Mikkonen berichtet, gab ihnen nach dem Dazustoßen von Hegg und der Namensänderung dann jedoch den ersten Plattenvertrag bei Metal Blade und unterstützte sie später in einer Doppelfunktion als Labelchef und Manager.…
Weiterlesen
Zur Startseite