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AFI THE BLOOD ALBUM

Alternative Rock, Concord/Universal (14 Songs / VÖ: 20.1.)

6/ 7
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Foto: Promo

Das nächste Album, die nächste Neuinkarnation von AFI – jener Band, die sich über zehn Alben von Hardcore Punk-Kids zu Helden des Emo-Revivals und schließlich ausgewachsenen Alternative-Rockern entwickelt hat. BLOOD, wie Album Nummer zehn schlichtweg genannt wird, führt mit einem stärkeren New Wave-Einschlag fort, was auf dem 2013er-Vorgänger BURIALS angefangen wurde, wirft jedoch auch einen wehmütigen Blick auf die Vergangenheit der Band zu DECEMBERUNDERGROUND-Zeiten. Ist beim Opener ‘Dark Snow’ noch deutlich Luft nach oben, entfaltet diese Mischung ihre Kraft vollends in Songs wie ‘Still A Stranger’, ‘Hidden Knives’ oder ‘Snow Cats’. Im Lauf der Jahre hat sich die Band eine stilistische Bandbreite erarbeitet, die ihresgleichen sucht, und nun schöpft sie aus dem Vollen: Von der melancholischen Rock-Ballade ‘Aurelia’ über ‘White ­Offerings’, eines der wohl aggressivsten Stücke der letzten Jahre, bis hin zum kühl-erhabenen ‘She Speaks The ­Language’ offenbaren AFI ihr komplettes Klangspektrum, verlieren sich dabei jedoch nie selbst.

Nicht jeder Song kommt sofort als Hit daher, aber AFI vertrösten nicht mit zweitklassigem Füllmaterial: ‘Above The Bridge’ offenbart sich als wundervolle Hommage an The Cure (dieses Keyboard! Wahnsinn!), das unscheinbar beginnende ‘Pink Eyes’ kommt überraschend mit einem Chorus um die Ecke, der einen schlichtweg vom Stuhl bläst (epische Refrains konnten sie ja schon immer). Davey Havok schmachtet und schreit so leidenschaftlich wie eh und je, und eine Gewissheit bleibt: Trotz aller Neuerfindungen sind AFI noch immer die richtige Adresse für düster-­melancholische Herzen.


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