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Ahab THE DIVINITY OF OCEANS Review

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Die Wogen haben sich nach der weltliterarischen Jagd auf den weißen Wal des Debüts THE CALL OF THE WRETCHED SEA doch deutlich geglättet: Ahab lassen es auf ihrem zweiten Album geradezu aufreizend ruhig und atmosphärisch angehen, lullen uns mit klarem Gesang ein und lassen ihre majestätischen Riffs mit der Anmut der Atlantik-Dünung an einem windstillen Tag heranrollen.

Aber Wind hin, Wellen her: Darunter schlummert noch immer die nachtschwarze Tiefe, der alles verschlingende Moloch. Ein beherzter Dreh am Lautstärkeregler, und dieses Album verwandelt sich vom Naturromantiker zur Zeitlupen-Apokalypse. Und die hat ganz offenbar große Melodien ebenso verdient wie das Genre-typische tektonische Grollen.

Um mal mit den Referenzen der Szene zu sprechen: THE DIVINITY OF OCEANS tauscht – im Vergleich zum Vorgänger – Thergothon gegen Shape Of Despair und schmückt sich ganz beiläufig noch mit ein paar zeitnahen (und sehr willkommenen) Post-Metal-Elementen und (im Titel-Song) sogar gedämpftem Doublebass-Gehämmer.

Das ergibt ein für Funeral Doom schon erschreckend abwechslungsreiches Album – und ist an meditativer Härte zurzeit schwer zu schlagen.

Robert Müller

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der August-Ausgabe des METAL HAMMER.


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