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All That Remains OVERCOME Review

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Bislang galten All That Remains als die Kronprinzen der Metalcore-Könige Killswitch Engage. Das kann man aus zwei Gründen getrost vergessen: 1. Die musikalische Ausrichtung ist auf dem vierten Album eine andere und 2. Auf OVERCOME müssen Killswitch Engage erst mal antworten.

Deren Gitarristen Adam Dutkiewicz nach zwei Alben in Folge (THIS DARKENED HEART, 2004, sowie THE FALL OF IDEALS, 2006) nicht mehr als Produzenten zu verpflichten, dürfte geholfen haben, sich von den ewigen KSE-Vergleichen freizuschwimmen und die Tür zu neuen Tönen sperrangelweit zu öffnen.

Der Brechstangen-Opener ‘Before the Damned’ erinnert mit seinem Stampf-Rhythmus beispielsweise an Lamb Of God, während ‘Do Not Obey’, ‘Two Weeks’ oder ‘Chiron’ auch Trivium-Pits anheizen könnten.

In ‘A Song For The Hopeless’ verneigen sich die Amerikaner tief vor ‘This Love’ (Pantera), und wer doch noch einen Killswitch Engage-Einfluss hören möchte, kann sich ja bei ‘Relinquish’ den gewünschten Nackenschlag abholen. Auch die metallische Helden-Gitarre wird gerne gezwirbelt, ein paar Ausflüge in Hard Rock-Riffs inklusive.

Musikalisch waren All That Remains nie besser: Für die Höhepunkte von ‘Days Without’, ‘Forever In Your Hands’, ‘Believe In Nothing’ (grandioses Nevermore-Cover) und dem Titelsong darf man dem ehemaligen Shadows Fall-Sänger Philip Labonte mal gepflegt die Zehen knutschen.

Killswitch Engage: warm anziehen. Alle anderen: warm anziehen, rausgehen und kaufen. Jahres-Top-Ten-Kandidat!

Matthias Weckmann

(Diese und viele weitere Rezensionen findet ihr in der METAL HAMMER Oktober-Ausgabe!)


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