Killswitch Engage Incarnate

Metalcore , Roadrunner/Warner (12 Songs / VÖ: erschienen)

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Foto: Promo

INCARNATE ist Album Nummer zwei nach der Wiedervereinigung der US-Metalcore-Urgesteine Killswitch Engage mit ihrer Ur-Stimme Jesse Leach – und anders als beim Vorgänger DISARM THE DESCENT setzen die Mannen um Kreativkopf Dutkiewicz weniger auf krachende Hits, sondern eher auf das melodische Geflecht der Songs.

Dennoch oder vielleicht genau deshalb haben es diese in sich: über Gitarren, die weniger forsch nach vorne preschen als zuletzt und erkennbar mehr Wert auf Melodie und Tiefe legen, entfaltet Leach in gewohnt persönlich-emotionalen Worten die gesamte Breite seiner unnachahmlichen Stimme. Vom aggressiven Shout bis zum verzweifelten Klargesang führt er sicher durch das Riff-Dickicht, was sich natürlich immer an Killswitch Engage-Werten orientiert, aber dennoch an Komplexität zugelegt hat. Und auch wenn es (fast) keine Sofort-Hits à la ‘In Due Time’ gibt, existieren sie dennoch, die strahlenden Melodiemomente, die sich wie bei ‘Cut Me Loose’ unwiederbringlich in die Gehörgänge meißeln. („A faded memory of what used to be / The burden and the noose, just cut me loose.“ Was für ein Chorus!)

Und, damit keine Missverständnisse aufkommen: Es geht immer noch ordentlich nach vorne (‘The Great Deceit’, ‘Strength Of The Mind’). Nur sind diese Energie-ausbrüche eben etwas akzentuierter – und dadurch umso wirksamer. INCARNATE braucht insgesamt etwas länger, um ähnlich gut zu funktionieren wie DISARM THE DESCENT. Dann aber entlassen die Songs den Hörer nur widerwillig aus der innigen Melodieumarmung. Auch 14 Jahre nach ALIVE OR JUST BREATHING sind Killswitch Engage die führende Kraft des US-Metalcore. Und das ist auch gut so.


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