Was auf dem Papier „Easy Listening“ ausschließt, klingt real überraschend eingängig: Colorados Frickelfürsten Allegaeon stellen auch auf Werk vier ihr todesmetallisches Können unter Beweis und prahlen dazu mit stildefinierenden Prog-Phasen.
Dem Fünfer um Greg Burgess gelingt es dabei, die Geschwindigkeit hochzuhalten (Ausnahme: das tief dahinkriechende ‘Proponent For Sentience II – The Algorithm’) und Durchschlagskraft zu erzielen: ‘From Nothing’ hat trotz stetigem Solibeschuss Hymnenqualität; ‘Terrathaw And The Quake’ und ‘Cognitive Computations’ stechen ebenso hervor. Dem bei Growls an Mikael Stanne erinnernden Riley McShane glückt sein Einstand als Grunzer zudem (‘Of Mind And Matrix’); er nimmt sich aber auch mal zurück – etwa beim akustikgitarrenflankierten ‘Grey Matter Mechanics – Appassionata Ex Machinea’.
Dieses lockert wie Orchesterakzente (‘Demons Of An Intricate Design’) das mit 73 Minuten überlange Opus über künstliche Intelligenz auf und erhält die phasenweise schwere Hörbarkeit – dranbleiben lohnt sich aber nicht zuletzt für das starke Ende mit ‘The Arbiters’, dem gelungenen ‘Proponent For Sentience III – The Extermination’ mit Soilworks Speed und einer klar gesungenen, interessanten Interpretation von Rushs ‘Subdivisions’.
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