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Arckanum ANTIKOSMOS Review

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Zwischen 1995 und 1998 veröffentlichte Shamaatae alias Johan Lahger mit FRAN MARDER, KOSTOGHER und KAMPEN eine bemerkenswerte Black Metal-Trilogie. Danach wurde es um sein Projekt Arckanum – abgesehen von einigen Split-Releases und einer extrem limitierten EP – ziemlich ruhig.

Doch der sogar für Szeneverhältnisse ziemlich abgedrehte Mix aus rüdem Black Metal und vollkommen durchgeknallter Philosophie („Chaos-Gnostik“ nennt unser Mann das) hat noch nicht seinen letzten Atemzug getan: Mit ANTIKOSMOS kehrt Arckanum unerwartet und überraschend stark zurück. Das Album ist im Vergleich zu der erwähnten Troika geradezu dramatisch „überproduziert“, was vor allem dazu führt, dass Johans primitiv treibendes Schlagzeugspiel für einen ordentlichen Rumms sorgen kann und sein sonderbar artikulierter Gesang differenziert zu hören ist.

Neben recht schlicht strukturierten und mit einem – so vorhanden – eher eigenwilligen Melodieverständnis ausgestatteten Songs gibt es natürlich wie früher auch die bizarren Klangrituale: vom wölfischen Knurren am Anfang von ‘Røkulfargnýr’ bis zu der beklemmenden shamanistischen „Messe“ ‘Blòta Loka’.

Ein tolles Album für alle, die der unweltlichen Pracht der alten Arckanum lange nachgetrauert haben, und ein wichtiges Statement dafür, dass Black Metal gerade in seiner introvertierten, experimentellen und schonungslos unkommerziellen Darbietung die schönsten Momente bereithält.

Robert Müller

(Diese und viele weitere Rezensionen findet ihr in der METAL HAMMER September-Ausgabe!)


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