Wo andere kalten Kaffee mit heißer Luft aufschäumen, liefern Arroganz klare Ansagen. Album Nummer sieben macht keine Ausnahme: DEATH DOOM PUNKS hält exakt, was der Titel verspricht. Sympathisch. Ebenso wie das Maß an Intensität und Authentizität, mit dem das Trio seinen Hass kanalisiert. ‘Die For Nothing’ wirkt wie ein Wechselbad des Schmerzes: Der Eröffner schleift blutende Leiber religiöser Fundamentalisten und politischer Extremisten auf verqueren Basslinien eigenwillig-stolpernd über den Asphalt. Jenes Quäntchen schuldineresker Verspieltheit macht DEATH DOOM PUNKS unberechenbar. ‘Under Scarred Skin’ und ‘Anti-Ideology’ kippen von fiesen Grooves in Wutanfälle und Halftime-Schwinger. ‘Pain Forged Armor’ kontert Blastbeats mit (Morbid Angel)-Progressivität. Das Titelstück presst pure Wut in Dosen und versieht sie mit einem doomigen Schleifchen. Dazu schwärzen Dissonanzen die ohnehin unbehagliche Szenerie. In ‘Arsenic Breath’ flankieren sie kriechende, beinahe Beatdown-ähnliche Passagen und stoische Stop’n’Go-Spielchen. Ketzerisch gesagt: So klängen Tool mit Biss. Gitarrenneuzugang -B- setzt ‘Spirit Arsonist’ derweil mit dreckigen Stoner-Riffs in Brand. Über allem thront Frontmann -K-, der Gift und Galle speit und trotz aller Sperrigkeit sogar Mitgrölmomente ermöglicht (‘Incubus’ Veins’). Deather, Doomer und Punks freut’s.
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