Kritik zu Autumnblaze PERDITION DIARIES Review

Autumnblaze PERDITION DIARIES Review

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Autumnblazes bisheriger Weg, der mit der zwischenzeitlichen Auflösung 2006 endete, war durch zunehmende Introvertiertheit und Abkehr von metallischen Sounds geprägt. WORDS ARE NOT WHAT THEY SEEM, der unmittelbare Vorgänger von PERDITION DIARIES, ging gar als reines Alternative-Album mit düster-melancholischem Einschlag durch.

Krisen schaffen Katharsis, Krisen wecken aber auch auf: Diese neue Inkarnation der Band steht hörbar unter Strom, wie der stramme, mehr als nur ein bisschen an alte Katatonia erinnernde Opener ‘Wir sind, was wir sind’ unüberhörbar und wohl auch programmatisch belegt.

‘Who Are You?’ direkt danach führt dann wieder in dämmrige Traumlandschaften – eine Finte mit atmosphärischem Zusatznutzen, denn ‘I Had To Burn This Fucking Kingdom’ lässt direkt danach mit schwarzmetallischer Urgewalt die Nackenmuskeln kontrahieren.

Aber es ist nicht nur die überraschende Vielseitigkeit dieses Albums, die Freude macht, sondern vor allem das selbstbewusste und immer wieder zwingende Songwriting – sei es für die Klavierballade ‘Ways’ oder einen der vielen Dark Metal-Aufmärsche im Stile von Katatonias BRAVE MURDER DAY.

Das hier, meine Damen und Herren, ist kein gelungenes Comeback, es ist ein absolut überzeugender Neuanfang.

Robert Müller

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der Juli-Ausgabe des METAL HAMMER.


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