Battlefield 4

EA

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Soundbugs, Clippingfehler, Serverabstürze, Ladezeiten wie ein Drei-Minuten-Ei – „Battlefield 4“ macht es einem wirklich nicht einfach. Wer über eine halbe Stunde um 800 Tickets gefightet hat, um dann all seine Erfahrungspunkte 30 Sekunden vor Rundenende mittels eines „Battlefield 4 funktioniert nicht mehr“-Fensters ausradiert zu sehen, ist kurz davor, sich eine der mitgeführten Handgranate in die Kauleiste zu schieben.

Dennoch entwickelt auch die neueste Militär-Version von „Stadt, Land, Fluss“ ein unvergleichliches Suchtpotenzial und eine Action-Gewalt, die allen anderen Genre-Gegnern überlegen ist. Wobei speziell die Sektion „Fluss“ extrem aufgewertet wurde: Zahlreiche Karten lassen sich mit geschickt gesteuerten und kampfstark besetzten Booten für lange Zeit dominieren.

Das heißt aber nicht, dass Fußvolk gegen schweres Gerät keine Chance hätte: Im Verbund mit seinen Kameraden (Squad ist Pflicht-Lebensversicherung) kann man innerhalb von Sekunden Panzer, Helis oder besagte Schnellboote aushebeln. Allgemein wirken die vier verschiedenen Klassen besser ausgewogen als bei den Vorgängern. Vor allem das Medikit (und damit der Sturmsoldat) wurde geschwächt, eine hundertprozentige Wiederbelebung ist komplizierter und stellt einen höllisch lange ins Sichtfenster der Gegner.

Die Soundkulisse (wenn sie denn funktioniert) ist unter Kopfhörern schlicht atemberaubend, die Grafik brachial-opulent und gespickt mit Feuereffekten, Belichtungen und Explosionen, die jeden Hollywood-Film erblassen lassen. Wo wir auch schon bei dem Höhepunkt von „Battlefield 4“ wären: der Map „Sturm auf Paracel“. Hier wurde das groß angekündigte Levolution-Prinzip (eine Karte verändert während des Spiels ihre Parameter) zur Perfektion umgesetzt. Wenn im Chinesischen Meer dunkle Wolkenwände und Sturmböen aufziehen und die Wellen meterhoch aufpeitschen, bleibt im wahrsten Sinne des Wortes kein Auge trocken. Seekrankheit ist im Boot ebenso garantiert wie unfreiwillig komisches Schießen, weil man bei diesem Geschaukel nicht mal mehr die Crowbar-Jungs treffen würde. Schlicht großartig!

Nicht alle Levolution-Elemente haben diese spektakulären Auswirkungen. Am Sinnvollsten und Unterhaltsamsten ist noch der fahrende Zug der „Golmud-Bahn“, der als mobiler Flaggenpunkt fungiert. Dieses Element der sich verschiebenden Flaggenpunkte könnte in der Battlefield-Zukunft ruhig noch öfters genutzt werden.

Klar haben die Entwickler die Shitstorms verdient. Schließlich erwarten die Käufer zu Recht ein problemfreies Spiel. Für mich regiert „Battlefield 4“ dennoch weiter das Schlachtfeld, allen Bugs und Abstürzen zum Trotz. Das Spielprinzip ist (im Gegensatz zur Umgebung) komplett unzerstörbar und im Gesamtpaket der Action-Konkurrenz immer noch überlegen.  

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