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Bloodbath THE ARROW OF SATAN IS DRAWN

Death Metal, Peaceville/Edel (10 Songs / VÖ: 26.10.)

6/ 7
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Aus Schweden nichts Neues? Ja und nein. Einerseits setzen Bloodbath – abgesehen vom Wechsel an einer der Gitarren (Joakim Karlsson von Craft folgt auf Per Eriksson) – auf THE ARROW OF SATAN IS DRAWN personell und musikalisch ziemlich exakt bei ihrem 2014er-Album GRAND MORBID FUNERAL an, aber doch drehen sie das Stahlrad ein Stück weiter. Dem rollenden Death Metal der blasphemischen Sorte hört man an, dass die Mitglieder wirklich Spaß an diesem Projekt haben. Und zwar noch deutlicher als auf dem starken Vorgängeralbum!

Die druckvolle und dynamische Produktion, die allen Instrumenten Raum lässt und zugleich satt scheppert, mag ihren Teil dazu beitragen. Vor allem aber ist es das greifbare Gefühl, dass sich hier fünf Vollblutmusiker zusammengetan haben, weil sie Bock hatten, gemeinsam dem Teufel Death Metal zu huldigen. Nicht falsch verstehen: Das fünfte Bloodbath-Album könnte nicht weiter von tumbem Geholze entfernt sein, sondern brilliert mit songwriterischen wie spielerischen Finessen sowie dem richtigen Maß sowohl an Brutalität als auch Melodie und Abwechslung.

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So lebendig wie in ‘Bloodicide’ muss man schwedischen Todesstahl dieser Tage erst mal klingen lassen! Nicht nur die kurze, beinahe hymnisch-melodische Bridge offenbart Black Metal-Einflüsse, bevor ‘Mutilation’ an Death erinnert oder man von Bolt Thrower-würdigem Groove geplättet wird. Die vertonten Hackrezepte ‘Fleischmann’ und ‘Chainsaw Lullaby’ rahmen THE ARROW OF SATAN IS DRAWN wunderbar fies ein. ‘Wayward Samaritan’ und ‘Warhead Ritual’ erhöhen gar den rotzigen Rock’n’Roll-Faktor und rücken Bloodbath in die Nähe einer satanischen Motörhead-Variante, und die Zombiehymne ‘Deader’ jagt mit pfeilschnellem Riffing in Windeseile über den umgepflügten Gottesacker, wohingegen ‘Levitator’ (zunächst) langsam und schwer walzend keinen Zweifel an der angestammten musikalischen Heimat der Bloodbath-Protagonisten lässt.

Speziell der britische Gast, Paradise Lost-Sänger „Old“ Nick Holmes, blüht regelrecht auf und spuckt Gift und Galle. Welch belebenden Effekt seine Bloodbath-Ausflüge auf seine eigene Band hatten, lässt sich auf deren letzten Alben nachhören – und nährt die Hoffnung darauf, dass Jonas Renkse (Bass) und Anders Nyström bald wieder ähnlich erfrischt mit Katatonia durchstarten werden. Bis es so weit ist, versprechen Bloodbath jede Menge Hörspaß – der Soundcheck-Sieg in einem extrem Release-reichen Monat spricht für sich. Leckere Genre-Kost!

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