Blues Pills Blues Pills

Hard Rock, Nuclear Blast/Warner 10 Songs / VÖ: 25.7.2014

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Dieses Album hat sich Zeit gelassen. Vielleicht sogar zu viel Zeit. Als die Blues-Rocker 2011 ihr erstes Lebenszeichen von sich gaben, dürstete es die Szene nach mehr von diesem erfrischenden Retrosaft.

Drei Jahre und eine EP später hat der Boom längst um sich gegriffen. Der Durst der Szene ist weniger geworden. Und vielleicht ist es deshalb auch nicht verwunderlich, dass BLUES PILLS nicht das damals erwartete Allheilmittel, sondern lediglich ein ziemlich gutes Album ist.

Nichtsdestotrotz überzeugt vor allem die immer noch einzigartige Gesangsleistung von Elin Larsson, deren souliges Blues-Organ all die Möchtegern-Arethas in ihre Schranken weist. Umso weniger verständlich ist es, dass Elin auf dem Album nicht so zur Geltung kommen darf, wie es noch bei den roher produzierten Vorab-EPs der Fall war.

Stattdessen wird ihre wundervolle Stimme von der Opulenz der Produktion eingeengt. Songs wie ‘River’ verlieren dadurch ihren Janis Joplin-Vibe. Von diesem Manko abgesehen, ist das Album hervorragend. An Songwriter-Qualitäten haben Blues Pills schließlich nichts eingebüßt. Allein deshalb hat sich das Warten gelohnt.

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