Toggle menu

Metal Hammer

Search

Boil A NEW DECAY Review

teilen
mailen
teilen
von

Dänemark, du mauserst dich. Boil kennt hierzulande zwar noch fast niemand, in ihrem Heimatland sind die Dänen aber schon für ihr Debüt VESSEL (2007) ausgezeichnet worden. Zu Recht, wie jetzt A NEW DECAY zeigt. Gleich der Opener ‘Redefine’ spricht vor allem eine Sprache: Tool. Rockiger, eingängiger, weniger verkopft, doch neben dem rhythmischen Gitarreneinsatz klingt vor allem Sänger Jacob Lobner erstaunlich nach Maynard James Keenan.

Wie die Väter im Geiste lassen sich auch Boil gerne mal Zeit, lassen den Song wachsen, schichten verschiedene Ebenen aus Elektronik, Gitarren und Gesängen übereinander und ziehen stringent ihren Ansatz durch, Tool-Fans anzusprechen, ohne allerdings zu tief in die Prog-Ecke zu wandern.

Dass ‘The Fall’ dann sogar Einflüsse von Nine Inch Nails mitbringt – also fast schon nach dem A Perfect Circle-Debüt klingt – macht den Unterhaltungswert von A NEW DECAY nur noch größer. Und egal, wie oft der Tool-Vergleich gefallen ist – Boil funktionieren als tolle Band und haben keinerlei Klon-Gestank an sich. Wie zum Beispiel auch Mnemonic machen sie schlicht und ergreifend tolle Musik, die gehört werden sollte.

Tobias Gerber

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der August-Ausgabe des METAL HAMMER.


ÄHNLICHE KRITIKEN

Deadlock :: Bizarro World

Underoath :: Ø (DISAMBIGUATION)

Thursday COMMON EXISTENCE Review


ÄHNLICHE ARTIKEL

D-A-D: Pornos beim Live-Debüt

Mit der Veröffentlichung ihres 13. Studioalbums SPEED OF DARKNESS feiert die dänische Rock-Institution D-A-D auch vier Dekaden Band-Bestehen zwischen Wahnsinn und Genie-Streichen.

Mercyful Fate: Der beeindruckendste Moment für Becky Baldwin

Mercyful Fate-Bassistin Becky Baldwin hatte die Ehre, einige ihrer musikalischen Idole persönlich zu treffen, die sich als Fans ihrer Band entpuppten.

James Hetfield: Metallica klauten in ihrer Anfangszeit

Metallica schlugen bei ihren frühen Aufenthalten in Dänemark rechtlich gesehen über die Stränge, wie James Hetfield jüngst ausplauderte.

teilen
mailen
teilen
Turnstile gewinnen den Metal-Grammy

Turnstile haben bei den Grammy Awards abgeräumt — und zwar doppelt. Die Hardcore-Band aus Baltimore triumphierte in gleich zwei Kategorien. Zum einen setzten sich Frontmann Brendan Yates,  Bassist Franz "Freaky Franz" Lyons, Schlagzeuger Daniel "D-Fang" Fang sowie die Gitarristen Pat McCrory und Meg Mills bei der "Best Metal Performance" mit ihrem Song ‘Birds’ gegen Ghost (‘Lachryma’), Sleep Token (‘Emergence’) und Spiritbox ‘Soft Spine’ durch. Übermacht Lamar Doch damit nicht genug: Das Quintett gewann bei der nunmehr 68. Verleihung der Grammy Awards am Sonntag, den 1. Februar 2026 in der Crypto.com Arena in Los Angeles außerdem die Auszeichnung für das "Best…
Weiterlesen
Zur Startseite