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METAL HAMMER PODCAST Folge 1 mit Doro Pesch https://www.metal-hammer.de/wp-content/uploads/2020/11/27/09/mh-podcast-beitragsbanner.gif

Cannibal Corpse VIOLENCE UNIMAGINED

Death Metal, Metal Blade/Sony (11 Songs / VÖ: 16.4.)

6/ 7
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VIOLENCE UNIMAGINED markiert das 15. Cannibal Corpse-Album – und das erste mit Gitarrist Erik Rutan. Klar, hinter dem Mischpult hatte der Hate Eternal-Chef bereits in der Vergangenheit ausgeholfen. Als Ersatz für Pat O’Brien mischt Rutan auf VIOLENCE UNIMAGINED aber nun auch an vorderster Front mit. Mit seiner Saiten- und kompositorischen Handschrift fügt sich der 49-Jährige nicht nur optimal in den jüngeren – sprich: aggressiven, technischen, aber auch eingängigen – Cannibal Corpse-Kanon ein, er stachelt seine Kollegen – allen voran Schlagzeuger Paul Mazurkiewicz – zudem zu neuen Höchstleistungen an. Von diesem frischen Wind profitiert das Album: Ob Dauertrommelfeuer (‘Overtorture’), triolisches Schädelspalten (‘Murderous Rampage’), bedrohliche Brutalität (‘Condemnation Contagion’), sludgige Schwere (‘Follow The Blood’) oder Blast-Slam-Kreuzfeuer (‘Necrogenic Resurrection’, ‘Inhumane Harvest’) – VIOLENCE UNIMAGINED macht alles genauso richtig wie der hervorragende 2017er-Vorgänger RED BEFORE BLACK.

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Ja, in Nuancen – und das zählt wirklich in die Kategorie „unimagined“ – sogar noch ein Quäntchen besser. Wo andere nach 33 Jahren „Alterswerke“ abliefern, stehen Cannibal Corpse weiterhin unter Hochstrom wie Pubertierende. Dabei zeigen sie Jungspunden ebenso wie ehemaligen Weggefährten eine lange Nase. Nicht zuletzt auch, weil George „Corpsegrinder“ Fisher nach wie vor so voluminös wie ein XXL-Eber grunzt, während „Kiff“ Barnes’ Stimme (und Musik) von Six Feet Under-Album zu Six Feet Under-Album mehr und mehr dahinsiecht. XXL-Liebe für diese Death Metal-Meisterlektion!


In Zeiten wie diesen ist Verlässlichkeit wichtiger denn je, und VIOLENCE UNIMAGINED schraubt natürlich wieder standesgemäß die Rübe ab. Das Gefühl für Todes-Groove ist und bleibt herrlich bei den Corpsis, Überraschungen gibt es jedoch kaum. Petra Schurer (5,5 Punkte)

„True Crime“-Podcasts und -Zeitschriften sind so angesagt wie Landliebemagazine vor drei und Thermomix-Heftchen vor zwei Jahren. Wer es mit Mord und Totschlag ernst meint, kann da nur müde gähnen und lässt sich von alteingesessenen Profis das Gedärm umrühren. Noch nicht ganz klar ist mir: Klingen Cannibal Corpse auf VIOLENCE UNIMAGINED so, als hätten sie besonders viel Bock – oder hat man besonders viel Bock auf Cannibal Corpse? Sebastian Kessler (6 Punkte)

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