Andy LaPlegua machte in den vergangenen Monaten eher Schlagzeilen mit seiner Ja-nein-doch-vielleicht-aber-auch-nicht-Liebschaft mit Lindemann-vielleicht-Ex-Sophia Thomalla als seinem Industrial-Projekt Combichrist.
Und, um es abzukürzen: Auch THIS IS WHERE DEATH BEGINS wird dies nicht grundlegend ändern. Denn dazu ist das Album insgesamt – und vor allem im direkten Vergleich zu seinem starken Aggro-Vorgänger WE LOVE YOU – etwas zu blutleer, zahm und einfallslos. Sicher, Songs wie das neo-thrashige ‘We Are The Plague’, das tanzbare ‘My Life Rules’ oder das fies-elektronische ‘Exit Eternity’ sind nach wie vor hohe Combichrist-Schule, die auch schwermetallisch beim slipknotesken ‘Destroy Everything’ zelebriert wird. Zu viele der 15 Songs fließen allerdings einfach vorbei – oder wirken hohl und aufgesetzt (‘Don’t Care How You Feel About It’, ‘Blackened Heart’). Es gibt ein bis zwei nette, wenngleich tendenziell belanglose Seitenhiebe (‘Pay To Play’ mit Rammstein-Riff oder ‘Tired Of Hating You’, das entweder auf Sophia Thomalla oder LaPleguas Ex-Frau gemünzt sein dürfte).
Insgesamt fehlen jedoch die echten Hits und Club-Banger! Sicher, die Ausflüge in atmosphärische Metal-Bereiche bei ‘Slakt’ sowie das finster-wavige ‘Homeward’ sind nett, aber Lärmausfälle wie ‘Black Tar Dove’ eben nur billiges Füllmaterial. THIS IS WHERE DEATH BEGINS enttäuscht auf solidem Niveau. Schade.
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Bagman
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