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METAL HAMMER PODCAST Folge 1 mit Doro Pesch https://www.metal-hammer.de/wp-content/uploads/2020/11/27/09/mh-podcast-beitragsbanner.gif

Coronatus Raben im Herz

Gothic Metal, Massacre/Soulfood (9 Songs / VÖ: erschienen)

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RABEN IM HERZ ist harter Tobak. Ganz ehrlich. Beim ersten Blick auf die Tracklist des Albums und den Titel ‘Anderswelt’ kommt irgendwie eine Assoziation zur 2008er-Platte der Mittelaltertruppe Schandmaul in den Sinn. Es wäre schön, wenn das siebte musikalische Gewurschtel der Stuttgarter Goth-Metaller von Coronatus wenigstens im Ansatz, so ein ganz kleines bisschen, danach klingen würde.

Tut es aber nicht. Leider. Wer es überhaupt über das erste Lied ‘Lady Of The Wall’ hinausschafft, dem sollte größter Respekt gezollt werden. Die Gesänge der beiden Frontfrauen Carmen Lorch und Anny Maleyes sind wahrlich keine Freude für die Ohren. Womit jetzt nicht gesagt sein soll, sie hätten schlechte Stimmen. Aber diese sind einfach… falsch eingesetzt? Irgendwo zwischen opernhaften Passagen, Orchester, Keyboard und folkiger Fiedelmusik verliert sich die Platte komplett.

Konzept? Fehlanzeige! Wenn in Nummern wie ‘Carpe Noctem’ oder ‘Canan Nan Gaidhael’ kurz geradlinige Abschnitte durchschimmern, sind diese viel zu schnell wieder vorbei und werden überdröhnt von einer Mischung aus irgendwie allem. Möglicherweise könnte diese Diversität unterschiedlicher Klänge als so etwas wie Facettenreichtum angesehen werden – zu viel ist manchmal aber eben ganz klar zu viel.

Kleiner Tipp: Die Devise „weniger ist mehr“ kommt nicht von ungefähr. Für ihr nächstes Album sollten sich Coronatus diesen Leitsatz ein wenig (sehr) zu Herzen nehmen. Dann kehren wir RABEN IM HERZ besser jetzt als gleich ganz schnell unter den Tisch und starten einen neuen Versuch.


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