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Cradle Of Filth Godspeed On The Devil’s Thunder

Black Metal, Roadrunner (13 Songs / 71:15 Min.) 24.10.2008

5.0/ 7
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Foto: Roadrunner

Die Briten wachsen ganz offensichtlich an ihren Aufgaben: Immer wenn sich Dani Filth ein großes Thema vornimmt und gefühlte 666 Romanseiten als Lyrics zu Papier bringt, kommt auch musikalisch ein großes Album heraus.

Das war so bei dem Elisabeth Báthory-Konzeptalbum CRUELTY AND THE BEAST, und das ist es – bei aller Kritik im Kleinen – auch bei GODSPEED ON THE DEVIL’S THUNDER, auf dem Cradle Of Filth die Lebensgeschichte des französischen Sadisten, Satanisten und Serienmörders Gilles de Rais inszenieren.

Der narrative Bogen seiner wahrlich farbenfrohen und reichhaltigen Biografie gibt dem neuen Album die Kohärenz, die den beiden Vorgängern – NYMPHETAMINE und vor allem THORNOGRAPHY – fehlte. Kurz: Die Band besinnt sich wieder auf ihre Stärken, lässt allzu mutige Ausflüge Richtung Thrash bleiben, zeigt sich aber gleichzeitig gereift.

Die früher oft völlig überzogene Theatralik ordnet sich überraschend oft den griffigen Riffs der Songs unter, und Dani hat offenbar gemerkt, dass Gesangslinien, die er live im Leben nicht mehr singen kann, dann auch auf CD nichts verloren haben. Allerdings wird in dem Moment, wo sich der Theaterdonner verzieht, die Qualität der einzelnen Songs umso wichtiger.

Da sind Cradle ein paar ansprechende Teile gelungen (die geschmackvolle Gothic-Nummer ‘The Death Of Love’ etwa, oder das gut abmarschierende ‘Midnight Shadows Crawl To Darken Counsel With Life’), aber vieles tendiert zum Mid-Tempo, was auf 70 Minuten etwas zäh wirkt. Ein Hit vom Kaliber eines ‘The Twisted Nails Of Faith’ ist ihnen leider auch nicht gelungen.


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