Toggle menu

Metal Hammer

Search

Demians MUTE Review

teilen
mailen
teilen
von

Es ist die schwere Melancholie französischer Vorstädte, die trüb-triste Zerrissenheit aus Hoffnung und Verzweiflung, die immer wieder aus der Stimme von Nicolas Chapel hervor lugt. Der Demians-Macher ist ein notorischer Eigenbrötler, der alles mit sich selbst austrägt, die Sorgen und Nöte seiner Existenz, aber auch Freude und Zuversicht.

Als Chapel vor gut zwei Jahren das Demians-Debüt BUILDING AN EMPIRE veröffentlichte, sprachen viele von der perfekten Symbiose aus Porcupine Tree-, Tool– und Muse-Versatzstücken mit einem offenkundigen Querverweis an Devin Townsend – der übrigens ein ähnlicher Einzelgänger wie Chapel ist. Mit seinem neuesten Werk MUTE perfektioniert der Franzose diese Stärke, klingt im Vergleich zu BUILDING AN EMPIRE aber basischer, authentischer und dadurch lebendiger.

Der Grund: Mehr noch als bei seinem 2008er-Werk basieren die Aufnahmen auf realen Instrumenten, auf Gitarre, Bass, Schlagzeug, Klavier, Cello, Kontrabass, Violine und Mellotron, was den teils freundlichen, teilweise aber auch schrägen Klangattacken zugute kommt. Dennoch: Dies hier ist kein suizidales Selbstmitleid-Opus, sondern ein exzellentes Prog Rock-Album mit Tiefgang und einigen Denkanstößen zu den Fragen unserer Zeit. Toll!

Matthias Mineur

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der August-Ausgabe des METAL HAMMER.


ÄHNLICHE KRITIKEN

Devin Townsend :: EMPATH

Europe ALMOST UNPLUGGED Review

Igneous Human PYROCLASTIC STORMS Review


ÄHNLICHE ARTIKEL

The Devin Townsend Band: 20 Jahre SYNCHESTRA

Devin Townsend ist dafür bekannt, unberechenbar zu sein. Trotzdem ist SYNCHESTRA das Ergebnis einer überraschend zusammenhängenden Geschichte.

50 Jahre ESP: Stählerne Äxte fürs Metal-Gelände

Als 1975 in Tokio die Firma ESP gegründet wurde, ahnte wohl niemand, dass sie zu einem der wichtigsten Gitarren- und Basshersteller werden würde.

Cliff Burton war Inspiration für Mike Dirnt (Green Day)

Damit war nicht zwingend zu rechnen, aber Cliff Burton von Metallica war ein wichtiger Einfluss für Green Day-Bassist Mike Dirnt.

teilen
mailen
teilen
The Devin Townsend Band: 20 Jahre SYNCHESTRA

Wenn man Devin Townsends Diskografie verstehen will, muss man dazu bereit sein, sich auf ein Labyrinth einzulassen. SYNCHESTRA, erschienen 2006, markiert einen jener seltenen Momente, an denen der kanadische Klangarchitekt kurz innehält - oder zumindest so tut, als würde er es. Ob es sich dabei um sein siebtes oder achtes Album handelt, hängt davon ab, ob man COOKED ON PHONICS (1995) mitzählt - jenes schräge Punky Brüster‑Projekt, das Mitte der Neunziger in Japan und Nordamerika veröffentlicht wurde. Townsend selbst würde vermutlich grinsen und diese Frage als Erbsenzählen abtun. Die Odyssee von ACCELERATED EVOLUTION (2003) bis SYNCHESTRA (2006) Klar ist: SYNCHESTRA…
Weiterlesen
Zur Startseite