Toggle menu

Metal Hammer

Search

Demians MUTE Review

teilen
mailen
teilen
von

Es ist die schwere Melancholie französischer Vorstädte, die trüb-triste Zerrissenheit aus Hoffnung und Verzweiflung, die immer wieder aus der Stimme von Nicolas Chapel hervor lugt. Der Demians-Macher ist ein notorischer Eigenbrötler, der alles mit sich selbst austrägt, die Sorgen und Nöte seiner Existenz, aber auch Freude und Zuversicht.

Als Chapel vor gut zwei Jahren das Demians-Debüt BUILDING AN EMPIRE veröffentlichte, sprachen viele von der perfekten Symbiose aus Porcupine Tree-, Tool– und Muse-Versatzstücken mit einem offenkundigen Querverweis an Devin Townsend – der übrigens ein ähnlicher Einzelgänger wie Chapel ist. Mit seinem neuesten Werk MUTE perfektioniert der Franzose diese Stärke, klingt im Vergleich zu BUILDING AN EMPIRE aber basischer, authentischer und dadurch lebendiger.

Der Grund: Mehr noch als bei seinem 2008er-Werk basieren die Aufnahmen auf realen Instrumenten, auf Gitarre, Bass, Schlagzeug, Klavier, Cello, Kontrabass, Violine und Mellotron, was den teils freundlichen, teilweise aber auch schrägen Klangattacken zugute kommt. Dennoch: Dies hier ist kein suizidales Selbstmitleid-Opus, sondern ein exzellentes Prog Rock-Album mit Tiefgang und einigen Denkanstößen zu den Fragen unserer Zeit. Toll!

Matthias Mineur

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der August-Ausgabe des METAL HAMMER.


ÄHNLICHE KRITIKEN

Devin Townsend :: EMPATH

Sinner CRASH & BURN Review

Europe ALMOST UNPLUGGED Review


ÄHNLICHE ARTIKEL

Die Videos der Woche vom 13.03. mit Sabaton, Whitechapel u.v.m.

Brandaktuelles Videomaterial gibt es auch diese Woche - von unter anderem Devin Townsend, Hellripper, The Halo Effect sowie einigen weiteren.

Devin Townsend kündigt Orchester-Metal-Werk THE MOTH an

Devin Townsend biegt nach langem kreativen Schaffen mit seinem Orchester-Metal-Projekt THE MOTH um die Ecke.

Metallica: Basssolo in ‘Orion’ sollte Hammett spielen

Robert Trujillo gibt in der neuesten Episode von "The Metallica Report" eine aufschlussreiche Story über den Klassiker ‘Orion’ zum Besten.

teilen
mailen
teilen
The Devin Townsend Band: 20 Jahre SYNCHESTRA

Wenn man Devin Townsends Diskografie verstehen will, muss man dazu bereit sein, sich auf ein Labyrinth einzulassen. SYNCHESTRA, erschienen 2006, markiert einen jener seltenen Momente, an denen der kanadische Klangarchitekt kurz innehält - oder zumindest so tut, als würde er es. Ob es sich dabei um sein siebtes oder achtes Album handelt, hängt davon ab, ob man COOKED ON PHONICS (1995) mitzählt - jenes schräge Punky Brüster‑Projekt, das Mitte der Neunziger in Japan und Nordamerika veröffentlicht wurde. Townsend selbst würde vermutlich grinsen und diese Frage als Erbsenzählen abtun. Die Odyssee von ACCELERATED EVOLUTION (2003) bis SYNCHESTRA (2006) Klar ist: SYNCHESTRA…
Weiterlesen
Zur Startseite