Kritik zu Demians MUTE Review

Demians MUTE Review

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Es ist die schwere Melancholie französischer Vorstädte, die trüb-triste Zerrissenheit aus Hoffnung und Verzweiflung, die immer wieder aus der Stimme von Nicolas Chapel hervor lugt. Der Demians-Macher ist ein notorischer Eigenbrötler, der alles mit sich selbst austrägt, die Sorgen und Nöte seiner Existenz, aber auch Freude und Zuversicht.

Als Chapel vor gut zwei Jahren das Demians-Debüt BUILDING AN EMPIRE veröffentlichte, sprachen viele von der perfekten Symbiose aus Porcupine Tree-, Tool– und Muse-Versatzstücken mit einem offenkundigen Querverweis an Devin Townsend – der übrigens ein ähnlicher Einzelgänger wie Chapel ist. Mit seinem neuesten Werk MUTE perfektioniert der Franzose diese Stärke, klingt im Vergleich zu BUILDING AN EMPIRE aber basischer, authentischer und dadurch lebendiger.

Der Grund: Mehr noch als bei seinem 2008er-Werk basieren die Aufnahmen auf realen Instrumenten, auf Gitarre, Bass, Schlagzeug, Klavier, Cello, Kontrabass, Violine und Mellotron, was den teils freundlichen, teilweise aber auch schrägen Klangattacken zugute kommt. Dennoch: Dies hier ist kein suizidales Selbstmitleid-Opus, sondern ein exzellentes Prog Rock-Album mit Tiefgang und einigen Denkanstößen zu den Fragen unserer Zeit. Toll!

Matthias Mineur

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der August-Ausgabe des METAL HAMMER.


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