Ich gebe es ja zu: Ich sympathisiere mit Domain – eigentlich schon seit über 20 Jahren. Einige meiner liebsten Hard Rock-Hymnen der späten Achtziger stammen von ihnen, und siehe da: Die Zutaten der früher bevorzugten Stücke tauchen – allerdings in neuer Form und aktualisierter Struktur – auch auf dem aktuellen Opus THE CHRONICLES OF LOVE, HATE AND SORROW wieder auf und sorgen für das gute alte Domain-Feeling.
Positiv überrascht darf man zudem sein, dass die Band um Komponist/Gitarrist Axel Ritt den Weggang von Sänger Carsten Schulz (Evidence One) mühelos kompensieren konnte. Mehr noch: Die warme, klare Stimme von Neuzugang Nicolaj Ruhnow passt noch besser zu den atmosphärischen Epen dieser Scheibe, die sich am Goethe-Roman ‘Die Leiden des jungen Werther’ orientiert.
Hinzu kommt eine insgesamt homogene Produktion, bei der lediglich die künstlich klingenden Drums das uneingeschränkte Hörvergnügen ein wenig verhageln. Ansonsten gilt: Hut ab, Mr. „Ironfinger“ Ritt, bei Domain wird man immer wieder positiv überrascht!
Matthias Mineur
Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der April-Ausgabe des METAL HAMMER.
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