Setherial sind vielleicht die typischste schwedische Black Metal-Band: stilistisch ziemlich genau in der Mitte zwischen Marduks Blast-Orkan und melodischer Kompetenz nach den Regeln der Dissection-Schule. Was sie allerdings immer ziemlich vorhersehbar macht: Die vier Jahre, die seit DEATH TRIUMPHANT ins Land gezogen sind, haben zwar im Line-up, nicht aber in den grundlegenden Qualitäten der Musik Spuren hinterlassen.
Mit ‘A World In Hell’ hauen sie einen recht amtlichen Hit raus, aber auf lange Distanz bietet EKPYROSIS doch eher einen nur milde aufregenden Brei aus furiosen Drum-Attacken, gewohnt majestätisch abhebenden Riff-Bögen und keifenden Satansbeschwörungen, die sich nur selten zu richtig geilen Songs zusammenfügen.
Was wahrscheinlich daran liegt, dass Setherial mit klassischem Songwriting nicht wirklich was am Hut haben und lieber linear Riffs, Breaks, Getrümmer, beschwörendes Stampfen et cetera aneinanderreihen. Das kann, wenn wie bei dem achtminütigen ‘Enemy Of Creation’ zumindest die Zielrichtung klar ist, durchaus zwingend sein, aber es gibt auch einige Irrfahrten auf dieser CD.
Robert Müller
Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der Juli-Ausgabe des METAL HAMMER.
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