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Dornenreich Freiheit

Progressive Metal, Prophecy/Soulfood 8 Songs / VÖ: 02.05.2014

5.0/ 7
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Einiges zum Verdauen hinterlassen sie, jetzt, wo Dornenreich sich selbst eine kreative Pause/Neubesinnung verordnet haben. Zu sagen, FREIHEIT fasse die Strömungen der vergangenen Jahre und Alben zusammen, sei Teil akustisches IN LUFT GERITZT, Teil verhalten metallenes HEXENWIND, wird der Sache kaum gerecht.

FREIHEIT spielt mit den Formen: Die drei ersten Songs sind Gitarren, Geige, Gesang, akustisch und livehaftig eingespielt, sehr plastisch und greifbar. Der Mittelteil ab ‘Das Licht vertraut der Nacht’ elektrifiziert das Ganze, gibt Rahmen und Rigidität, ohne dem ewigen Sehnen nach Material à la HER VON WELKEN NÄCHTEN nachzugeben. Zum Finale dann enden die Worte, reiner Klang macht sich breit, zuletzt im so treffend betitelten ‘Blume der Stille’, das in sparsamer Melancholie doch arg wie ein wortloser Abgesang und weniger die Koda auf anderthalb kreative Jahrzehnte wirkt.

FREIHEIT ist eine Reise mit ungewissem Ausgang; ich bewundere die eklektische künstlerische Ausgestaltung, möchte die dargebotene „Coming of age“-Geschichte lesen und verstehen – und bleibe am Ende doch ein wenig ratlos zurück. Definitiv kein Album, um Dornenreichs musikalischen Kosmos vom Ende her aufgezäumt zu verstehen, dazu ist es zu sehr auf sich bezogen – und auch schon zu entrückt vom verblassenden Alltag des Band-Daseins.

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