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Enforced WAR REMAINS

Thrash Metal , Century Media/Sony (10 Songs / VÖ: 28.4.)

4/ 7
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Bei den ungezählten Bands, die auf Namen wie Enforced oder Enforcer in etlichen Abwandlungen oder mit diversen Zusätzen hören, geht der Überblick leicht verloren. Zur Einordnung: Bei den hier vorliegenden Enforced handelt es sich um die Thrash Metal-Combo aus Richmond (Virginia) mit dezenten Death Metal-Anleihen, die sich bereits mit KILL GRID (2021) einen Namen unter Szenekennern gemacht haben. WAR REMAINS soll ihren Siegeszug nun ohne Umwege fortführen. Das klappt jedoch nur bedingt. Schlägt ‘Aggressive Menace’ noch mit einer neugierig machenden, allerdings wenig innovativen Schlagzeug-Offensive zu, driften Enforced alsbald in pure Slayer-Verehrung ab. ‘The Quickening’ und ‘Hang By My Hand’ wirken wie stilechte Abziehbilder der Genre-Ikonen. ‘Ultra-Violence’ und ‘Nation Of Fear’ fangen exakt die gruselige Midtempo-Stimmung ihrer unüberhörbaren Vorbilder ein und klingen wie unausgegorene Versionen von ‘South Of Heaven’.

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Nahezu jede Note scheint aus unbenutzten Überlegungen von Slayer zu stammen. Das stumpfe Rumgebolze eines mit Napalm Death’scher Aggression angereicherten Bay Area-Thrash-Spielstils macht trotzdem für eine Umdrehung zwischendurch Spaß. Handwerklich gibt es schließlich kaum etwas an WAR REMAINS auszusetzen, sondern lediglich am mangelnden Einfallsreichtum von Enforced. Ehrlicherweise wird genau deshalb wohl häufiger REIGN IN BLOOD (1986) auf dem Plattenteller landen.

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