Equilibrium hätten es sich einfach machen können: Hier ein paar lustige Pagan-Melodien, dort einige feuchtfröhliche Trinkhymnen – und mit entsprechender Vermarktung hätte ARMAGEDDON wohl selbst den band-internen Chart-Stürmer ERDENTEMPEL nur im Rückspiegel gesehen.
Dennoch stellte die berühmte „Nummer sicher“ noch nie eine Zusatzzahl für das deutsch-israelische Quintett dar. Und da es gerade um Zusätze geht: Dezente Melodic Death-Fragmente (‘Prey’), Dubstep-Rhythmen (‘Born To Be Epic’) und sogar Computerspiel-Sounds (‘Helden’) lassen die Krone des Equilibrium-Back-Katalogs spielend in fast sämtlichen Düsterfarben funkeln. Dass dabei jede Komposition dennoch zu hundert Prozent nach ihren Schöpfern klingt, geht daher schon fast als Kunststück durch.
Eine Massenrekrutierung neuer Fan-Horden gefällig? Mit diesem erneuten Genre-Ausbruchsversuch kein Problem! Hingegen für Old School-Anhänger am Start: Die gefühlte Zeitreise ‘Rise Again’ und der inoffizielle ‘Apokalypse’-Nachfolger ‘Eternal DestiNATION’.
Auch wegen dieses Facettenreichtums kann für den Silberling eigentlich nur ein Credo gelten: ARMAGEDDON gleicht definitiv eher einer mutigen Wiederauferstehung denn dem proklamierten Weltuntergang. Die Krüge, pardon, beide Daumen nach oben!
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