Kritik zu Gaerea LIMBO

Gaerea LIMBO

Black Metal, Season Of Mist/Soulfood (6 Songs / VÖ: 24.7.)

5.5/ 7
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Was Größe und Ansehen des einheimischen Black Metal-Untergrunds angeht, ist Portugal seit ein bis zwei Jahren eine richtig heiße Nummer. Einzig der auch außerhalb von erweiterten Tapetrading-Kreisen und deren Äquivalent des 21. Jahrhunderts bekannte Name fehlte bisher. Könnte sein, dass er als Gaerea in den Geschichtsbüchern stehen wird, die mit ihrem Debüt UNSETTLING WHISPERS schon recht weltweites Lob einfahren konnten und jetzt ihren Zweitling LIMBO mit unvergleichlich mehr Vertriebswumms herausbringen. Stilistisch passen sie hervorragend ins zeitgenössische Epizentrum der schwarzen Hipness zwischen Bands wie Mgła oder Blaze Of Perdition, mit verblüffend eingängigen Melodien im manischen Treiben und einer gut verdaulichen Dosis an Dissonanz, Death Metal-Abschürfungen und Sludge/Post Metal.

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Der Opener ‘To Ain’ seziert sehr schön, wie das funktioniert: Riffs zum die Krallen reinschlagen, Pathos, das die Gänsehaut streichelt, und zwischendrin das Atmo-Loch für den dynamischen Spannungsaufbau. Man kann LIMBO sicher vorwerfen, dass ziemlich genau nach Bauanleitung zu Werke gegangen wird und der Blitz des Genialen fehlt, aber: Wer wie ich nach vergleichbarer Kritik am aktuellen Regarde Les Hommes Tomber-Album doch immer wieder zurückkehrt, weiß, dass hier jede Menge nachhaltiger Befriedigung wartet.

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