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Ghost Infestissumam

Hard Rock, Universal 10 Songs / 48:03 Min. / 19.04.2013

6.0/ 7
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Foto: METAL HAMMER

Normalerweise erbreche ich mich umgehend, sobald mir der Begriff „okkult“ begegnet. Aber Ghost B.C. sind eben nicht The Devil’s Blood, sondern gehen mit ihrem Image sehr viel lockerer um – nicht nur inhaltlich, sondern vor allem auch musikalisch.

Anstatt die Hexe Klavi-Klack zu imitieren, laden die Schweden erneut zu einer bemerkenswert unaufgeregten Reise durch die Sechziger und Siebziger Jahre ein. Es orgelt sogar noch mehr als auf OPUS EPONYMOUS, zudem haben die Song-Übergänge noch an klebriger Prägnanz hinzugewonnen. INFESTISSUMAM erhebt gar nicht erst den Anspruch, den Hörer irgendwie herausfordern zu wollen.

Stattdessen rollen Ghost B.C. ihren blutroten Teppich aus und umschmeicheln das Publikum vom ersten bis zum letzten Ton mit fantastischen Melodien (und Soli), die auf einem satten instrumentalen Fundament fußen. Der Klang ist noch eine Spur klarer als auf dem Vorgänger, und die schüchterne Düsternis macht auf INFESTISSUMAM den Harmonien jederzeit bereitwillig Platz.

Die leicht skurrilen Elemente sorgen dennoch dafür, dass Ghost B.C. weiterhin ein bunter Farbtupfer in der Musikszene sind. Manche Stelle könnte gar einen ‘Miss Marple’-Streifen untermalen. Das nenne ich mal wirklich okkult…

Heiß oder Scheiß? Ghost B.C. spalten mit INFESTISSUMAM die METAL HAMMER-Redaktion und wird zum Streitfall unserer Mai-Ausgabe.


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