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Rammstein – das Interview zum neuen Album: METAL HAMMER 06/19

Grave Digger HEALED BY METAL

Heavy Metal, Napalm/Universal (10 Songs / VÖ: 13.1.)

5/ 7
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Foto: Promo

Machen Grave Digger wieder einen auf Stadion-Rock? Der ­Opener, gleichzeitig das Titelstück, lässt es dank seines Gröl-Refrains und der penetranten „We rock!“-Rufen befürchten. Aber nein, bereits das darauf folgende ‘When The Night Falls’ (eindeutig der bessere Opener) korrigiert die dezente Digger-Schlagseite in Richtung STRONGER THAN EVER (1986) schon wieder durch knackige Geschwindigkeit und gesunde Härte. Die Grabschaufler gehören zu den dienstältesten Metal-Bands dieser Republik und beweisen auch nach fast 40 Jahren, dass ihnen noch relevante Musik aus dem Oberstübchen tropft. ‘Lawbreaker’, ‘Call For War’, ‘Ten Commandments Of Metal’ (geiler Stampfer) oder ‘The Hangman’s Eye’ überzeugen durch Eingängigkeit und das Spielen mit Klischees, die Grave Digger vor vielen Monden selbst miterfanden.

Auffällig ist die Tatsache, dass auf HEALED BY METAL die Melodien weiter im Vordergrund stehen als auf den direkten Vorgängern. Das gilt sowohl für die Instrumentalfraktion (Axel Ritt schüttelt sich einige bemerkenswerte Ideen aus den Eisenfingern) als auch für Frontmann Chris Boltendahl, der deutlich weniger schreit und mehr singt. Klar, ein Bruce Dickinson wird aus ihm in diesem Leben nicht mehr. Aber aus dem Kontext dieser Band ist er einfach nicht wegzudenken, außerdem verleiht er diesem Album mit seiner Stimme die nötigen Ecken und Kanten. Unterm Strich eine runde Angelegenheit, bei der nur der erwähnte erste Song und der Rausschmeißer ‘Laughing With The Dead’ (Dschinghis Khan lassen grüßen) ein wenig abfallen.


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