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Hate TREMENDUM

Death Metal, Napalm/Universal (9 Songs / VÖ: 5.5.)

5/ 7
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Es ist schon beeindruckend: Obwohl Hate dank ihrer Gründung im Jahr 1991 zu den dienst­ältesten Extrem-Metal-Combos unseres östlichen Nachbarlands gehören, werden sie nicht müde, den zwei- bis dreijährigen Veröffentlichungsrhythmus zu verlassen, und verhalten sich dabei wie guter Wein. Sie reifen, atmen – und entwickeln ein ganz eigenes Bouquet. Dies liegt vielleicht auch daran, dass sich Adam The First Sinner, Band-Mastermind, Gitarrist und Sänger in Personalunion, scheinbar damit abgefunden hat, dass er und nur er die Geschicke der Band bestimmt.

Nach dem (mitunter tragischen) Verlust langjähriger Mitstreiter (hier sei des im Schlaf an Herzrhythmusstörungen verstorbenen Mortifer gedacht) arbeitet er mittlerweile nur noch mit dem ehemaligen Vader-Schlagzeuger Pavulon fest zusammen, während auf der Bühne auch die neuen Mitstreiter Domin und Apeiron das Gesicht von ­TREMENDUM sein werden. Dieses hat es allerdings in sich, denn Hate zeigen sich in ihrer Kompositorik gefestigt, und durchaus variabel im Songwriting. Viel Atmosphäre, brutale Ausbrüche mit der berüchtigten polnischen Präzision – hier sind jede Note und jedes Ausrollen der Doublebass wohldurchdacht im dauernden Flirt von Death Metal- und Black Metal-Einflüssen. Falls sich Nergal im Country-Sumpf verlaufen sollte, werden Hate bereitstehen, um den Thron des polnischen Atmo-Death zu übernehmen.

Anspieltipp: ­‘Into Burning Gehenna’. Was das kommerzielle Potenzial der Band angeht: Vielleicht sollte ein geschickter Marketing-Stratege ein paar der übrigens toll produzierten CDs zeitgleich bei polnischen TV-Sendern und Kirchenobrigen als den neuen heißen Scheiß der polnischen Jugend anpreisen – die verdiente Aufmerksamkeit würde nicht lange auf sich warten lassen.

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