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Rammstein – das Interview zum neuen Album: METAL HAMMER 06/19

Haudegen En Garde

Rock, Warner 15 Songs / 53:58 Min.

5/ 7
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Haudegen sind spätestens seit ihrem Debüt SCHLICHT & ERGREIFEND aus dem letzten Jahr ein nicht mehr wegzudenkendes Phänomen aus dem deutschsprachigen Rock-Raum. Zwar ist EN GARDE kein üppiges Doppelalbum wie noch der Vorgänger, dennoch gilt es hier abermals die klassische alte Großvater-Weisheit zu zitieren: „Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach.“

Etwas rockiger und knackiger kommen Haudegen hier auf den Punkt, ohne ihre sentimentalen Liedermacker-Stärken zu vernachlässigen – allen voran die ultimative Kulturgut-Adelung in Form des Bonus-Tracks ‘Tintenfass und Feder’, der in Kooperation mit dem großen Reinhard Mey entstand. Stimmlich im Ausdruck noch gereifter ist das volltätowierte Front-Duo Hagen Stoll und Sven Gillert somit eine wohltuende Abwechslung zu primitivem Provinz-Proleten-Punk mit plakativen Außenseiterparolen.

Haudegen geben sich lieber glaubhaft proletarisch im ideologisch gebildeteren Sinne, weniger als martialische Kampfklopperansage. Somit lässt sich die immanente „Flügel und Schwert“-Symbolik im Verständnis einer „Die Feder ist mächtiger als das Schwert“-Analogie lesen, oder noch freier nach ‘Metropolis’-Drehbuchautorin Thea von Harbous filmischem Arbeiterklassen-Leitsatz „Mittler zwischen Hirn und Händen muss das Herz sein“ auf das gelebte Gehörte übertragen. Denn Herz haben Haudegen – neben Händen, die friedlich zupacken können und dem gut gemeinten gemeinschaftlichen Gedanken – zuhauf.


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