Kritik zu Head SAVE ME FROM MYSELF Review

Head SAVE ME FROM MYSELF Review

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Mit Korn schrieb Gitarrist Brian „Head“ Welch Musikgeschichte – eine Geschichte, die für ihn aufgrund von ständigem Drogenrausch und Partys allerdings mittlerweile mehr als verwischt ist. 2005 verließ er die Band, fand im christlichen Glauben seine Wiedergeburt und ordnete sein Leben neu.

Für die Metal-Welt galt er damit als so gut wie verloren – bis die ersten Töne seines Solo-Albums SAVE ME FROM MYSELF ins Netz sickerten. Sie versprachen, was das Album jetzt hält: Head weiß noch immer, wie fette Riffs funktionieren, warum man sie mit eingängigen Refrains kombinieren sollte und hat nebenher noch sein Händchen für einen leichten Elektro-Einschlag bewiesen.

Songs wie die eröffnenden ‘L.O.V.E.’ und ‘Flush’ versuchen seine ehemaligen Mitstreiter Korn seit zwei Alben vergeblich zu schreiben. Die Songs schrauben dem Hörer schlicht die Rübe runter, ohne dabei den Pop-Faktor zu verlieren.

Während Brian Welch also seine längst exorzierten Dämonen textlich noch mal zum Leben erweckt, freut sich der Fan über fett produzierte New Metal-Hits mit deutlichem Korn-Einschlag. Der Sound ist natürlich fast schon klinisch sauber, Haken und Ösen gibt es keine, und auch das Aggressions-Potenzial ist niemals so hoch wie zu seligen Korn-Zeiten Ende der Neunziger.

Doch das passt letztlich hervorragend zum Kinderchor von ‘Re-Bel’, den Elektronika von ‘Loyalty’ und den Streichern bei ‘Washed By Blood’. Das einzige, was latent nervt, ist die ständige Abrechnung mit seinem – zugegebenermaßen krassen – bisherigen Leben und seiner Auferstehung als Christ.

Immerhin predigt Meister Head nicht, sondern rechnet ab – mit seinem Leben, seinen Erfahrungen, seinen Verfehlungen.

Tobias Gerber

Diese und viele weitere Rezensionen gibt es in der Januar-Ausgabe des METAL HAMMER.


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