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I Am Heresy Thy Will

Hardcore, Century Media / Universal 15 Songs

6.0/ 7
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Foto: METAL HAMMER

Als I Am Heresy mit ihrem Debüt 2012 die Nase erstmals in den Szeneduftkreis steckten, waren Boysetsfire noch nicht wiedervereinigt. Dementsprechend enthusiastisch reagierte die Zielgruppe: Endlich war wieder die unnachahmliche Stimme von Nathan Gray zu hören: impulsiv, selbstvergessen, leidenschaftlich.

Nun gibt es die Post Hardcore-Ikone Boysetsfire zwar wieder (und sogar mit einem wirklich genialen Comeback-Album namens WHILE A NATION SLEEPS), aber das ist kein Grund, I Am Heresy zu ignorieren. Im Gegenteil: THY WILL (erneut mit Nathans Sohn Simon an einer der insgesamt drei Gitarren) wagt musikalisch mehr als die Stamm-Band. Hier dürfen sich die Musiker abseits aller Stilschubladen austoben. Hauptsache, es scheppert. Seien es Metalcore-Attacken der Killswitch Engage-Kategorie (inklusive einiger Death Metal-Riffs), wüste Hardcore-Ballereien, wie man sie von Integrity kennt, oder noisige Ausbrüche – das Sextett schlägt sich mit der ganz breiten Machete durch das Stildickicht.

Klar: Manches erinnert dank Nathan Gray auch an Boysetsfire. Seine Stimme brilliert in harschen Momenten ebenso wie in den vereinzelten leisen, und bietet den Liedern selbst in den ausweglosesten Situation einen Weg ins Licht der überbordenden, mitreißenden Melodie. Diese Scheibe schlägt emotional ganz große Wellen und begräbt den Hörer auch im x-ten Durchlauf noch in ihrem Inneren. Ein wilder Ritt, den kein Fan dieser Stilrichtung verpassen sollte.


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