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Ignescent ETERNAL

Modern Metal, Frontiers/OPEN (10 Songs / VÖ: 20.3.)

3.5/ 7
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Auch die Tiefen des Inter­nets haben ihre Grenzen. So ist es unmöglich, ver­lässlich herauszufinden, wann genau Ignescent ihre ersten Schritte gemacht haben. Dafür wird explizit genannt, wo die Karriere der Band ihren Ursprung hat (Chicago) und wer dafür verantwortlich ist: Jennifer Benson – Frontfrau, Songwriterin und Sängerin. Ihrer Musik drückt die Combo selbst den Stempel „Female Fronted Rock“ auf, wobei sie weder die Schub­lade nötig hat noch wirklich dem Genre Rock entspricht. Auf ihrem zweiten voll­wer­tigen Album ETERNAL lassen sich zwar vor allem in den Song-Strukturen weiter­hin Rock-Ursprünge erkennen, allerdings geben die hereinpreschenden E-Gitarren bereits im Album-Opener ‘Joker’ den Weg vor, und spätestens mit dem darauf folgend wütend-walzenden ‘Scream’ ist die Marschrichtung gen Modern Metal sonnenklar. Das Klangbild, das Ignescent erzeugen, erinnert an die ultraviolette Welt von As Everything Unfolds, allerdings weicher und ohne die ausbalancierenden Screams und Growls derer Frontröhre. Benson bleibt durch­gängig im Klargesang und liefert wenig Varianz; das Hardcore-anmutende ‘Shame Shadow’ hätte sich tatsächlich etwas aus der verschwimmen­den Masse hervorheben können – was es dennoch tut, allerdings durch den Einsatz eines männlichen Gegen-Parts. Ähnlich ver­hält es sich mit ‘Chariot Of Fire’, dem Sevendust-Sänger Clint Lowery zum Abschluss des Albums noch einen Power­boost verpasst. Am Ende bleibt die Frage: ist ETERNAL der Befreiungsschlag der 8- bis 18-jährigen Band? Eine Tournee könnte es zeigen.

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