Toggle menu

Metal Hammer

Search

Joe Bonamassa Blues Of Desperation

Blues Rock, Provogue/RTD (11 Songs / VÖ: 25.3.)

6/ 7
teilen
mailen
teilen
von

Von der im Albumtitel angesprochenen Verzweiflung ist auf Bonamassas zwölftem Studioalbum nichts zu hören. Ganz im Gegenteil – BLUES OF DESPERATION birgt gleich einige der bislang stärksten und überzeugendsten Songs des Gitarristen und Sängers. Wie schon beim Vorgänger verlässt sich Bonamassa abermals auf Eigenkompositionen und erweitert damit sein stilistisches Spektrum um Spielarten, die zwar stets blues-grundiert bleiben, aber nicht sklavisch dem Genre-Purismus folgen.

Zwar sind die traditionellen Sujet-Tropen wie Züge, Abgebranntheit oder Schwermut weiterhin vertreten – die musikalische Ausstattung gelingt Bonamassa und seiner kongenial aufspielenden Band indes extrem abwechslungsreich und eingängig. Die Ärmel hochgekrempelt und den Amp auf Anschlag geht es mit ‘This Train’ und ‘Mountain Climbing’ gleich saftig und riff-gewaltig zur Sache, bevor ‘Drive’ mit treibendem Bayou-Blues und Gitarren-Twang Glenn Frey und Chris Isaak gleichsam gemahnt. ‘No Good Place For The Lonely’ hingegen geizt nicht mit späten Gary Moore-Momenten, während der exzellente Titel-Song mit einem auflockernden rhythmischen Riff-Motiv daherkommt, das unverkennbare Siebziger-Stones-Schlagseite hat (genauso wie das abschließende ‘What I’ve Known For A Very Long Time’ STICKY FINGERS-Geist atmet).

Dazwischen gibt es einen federleichten Gospel (‘The Valley Runs Low’), Bonamassa launig und augenzwinkernd den Bar-Blueser (‘You Left Me Nothin’ But The Bill And The Blues’), oder wird Ragtime für verrauchte Nachtclub-Hinterzimmer gespielt (‘Livin’ Easy’). Genau aus einem ebensolchen tritt der Gitarrist mit diesem Album noch einen gehörigen Schritt weiter in Richtung eines rock-begeisterten Massenpublikums, welches nicht zwangsläufig die Blues-Tonleiter oder die Lebensgeschichte von Lead Belly runterbeten können muss, um an dieser Platte Spaß zu haben.


ÄHNLICHE KRITIKEN

Bagman

Beyond Good And Evil: 20th Anniversary

WarioWare: Get It Together! (Nintendo Switch)

Wario ist zurück - und hat mit ‘WarioWare: Get It Together!’ eine ganze Wagenladung an neuen, witzigen Mikrospielen im Gepäck.


ÄHNLICHE ARTIKEL

Die 500 besten Metal-Alben (39): Exodus BONDED BY BLOOD

BONDED BY BLOOD ist das wichtigste Album der Bay Area Thrash-Legende Exodus.

Die 500 besten Metal-Alben (72): Dimmu Borgir ENTHRONE DARKNESS TRIUMPHANT

Dimmu Borgirs früher Höhepunkt, der sie zu einer der wichtigsten Bands des Melodic Black Metal machte.

Master Of Puppets: Track By Track des Metallica-Meisterwerks (Teil 1)

Das einflussreiche Metallica-Album MASTER OF PUPPETS wird 40 Jahre alt. Lest hier den ersten Teil unseres Track By Track-Reviews!

teilen
mailen
teilen
Black Sabbath: HEAVEN AND HELL wird 45!

Am 25.4.1980 erschien das Ergebnis einer der einflussreichsten Trennungen der frühen Metal-Geschichte. Ozzy Osbourne und Black Sabbath gingen getrennte Wege, Ronnie James Dio trat der Band bei und brachte frischen Wind in die Segel. Ihr neuntes Album HEAVEN AND HELL erschien ein Jahr nach der offiziellen Trennung und markiert somit den Wendepunkt der Black Sabbath-Karriere. Besonders nun, keine drei Monate vor Ozzy Osbournes großem Verabschiedungs-Festival und der von vielen lange herbeigewünschten Wiedervereinigung, lohnt sich ein Blick in die Vergangenheit. Tony Iommi über den Umbruch 1980 In einem Interview mit Consequence erzählte Gitarrist und Sabbath-Gründungsmitglied Tony Iommi: "HEAVEN AND HELL ist…
Weiterlesen
Zur Startseite