Jorn OVER THE HORIZON RADAR

Heavy Metal, Frontiers/Soulfood (11 Songs / VÖ: 17.6.)

4.5/ 7
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Eines muss man den Norwegern Jorn definitiv lassen: Mit ihren 15 Platten sowie den drei zusätzlichen Live-Alben, die sie in ihren 22 Jahren Band-Bestand veröffentlicht haben, sind sie deutlich fleißiger als der Durchschnitt. Nun also die nächste Platte, und wieder mal zeigt sich dabei schnell: Trotz der großen Menge, die die Band in all den Jahren auf den Markt geschmissen hat, geht es ihr dennoch nicht um Quanti-, sondern Qualität. Die Songs berufen sich auf guten, alten Heavy Metal, wie er in den Achtzigern klang. Vor allem durch den Schlagzeug-Sound fühlt man sich teilweise sehr in eine frühere Zeit zurückversetzt (man höre die Fills im Einstieg von ‘In The Dirt’). Im Mittelpunkt steht wie immer angenehm melodischer Gesang (wobei die Melodieführungen in ‘Believer’ oder ‘Winds Of Home’ hervorstechen).

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Dieser bewegt sich stets in hohen Lagen, die jedoch zugleich ausreichend Abstand zum Power Metal erlauben. Die Instrumente bringen eine satte Härte ins Spiel, bei der insbesondere die Gitarrensoli einen hohen Stellenwert tragen (etwa am Schluss von ‘My Rock And Roll’). Leider entsteht durch den immerzu sehr melodischen Charakter in meist ähnlich langsamen Tempi nach einer Weile der Eindruck, man habe das Werk schon einmal gehört. OVER THE HORIZON RADAR offenbart nicht unbedingt Neues, ist aber dennoch insgesamt die würdige Fortsetzung eines großen und gelungenen Gesamtwerks.

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