Der Skarabäus fliegt wieder! Eine der größten Stadion-Rock-Bands aller Zeiten – Journey – veröffentlicht dieser Tage ihr mittlerweile 13. Album, das zweite mit dem neuen, philippinischen Stimmwunder Arnel Pineda. Von vorherein ist klar, dass Journey nicht an die Glanzzeiten der Achtziger werden anknüpfen können (u.a. FRONTIERS, 1983). Es sind schließlich andere Zeiten.
Mit dem letzten Werk REVELATION (2008) konnte die Band um Chef-Stratege Neal Schon allerdings große Erfolge einfahren. Speziell auf dem Live-Sektor ist das Quintett nach wie vor eine Bank. Egal, ob man die Show oder die enormen Umsätze meint. Wie bereits erwähnt, fehlt es ECLIPSE an richtigen Mega-Nummern wie ‘Separate Ways (Worlds Apart)’ oder ‘Don’t Stop Believing’ – was aber zu erwarten war. Nichtsdestotrotz gibt es auf ECLIPSE mit ‘City Of Hope’, ‘Resonate’ und ‘Edge Of The Moment’ drei richtig gute Nummern, die aber auch nicht das Potenzial zu Evergreens haben. Auf dem Vorgängeralbum ging es insgesamt etwas flotter zur Sache, wobei man mit ‘Ritual’ auch einen solchen Song präsentiert.
Mit den schwülstig-klebrigen Balladen ‘She’s A Mystery’ und ‘To Whom It may Concern’ kommt auch die Weichspülfraktion auf ihre Kosten. Alles in allem ist ECLIPSE ein Album, das hinsichtlich Songwriting ganz klar auf Nummer Sicher geht, durch die stimmliche Erhabenheit eines Arnel Pinedaaber durchaus Freude bereitet.
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