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Dark Side Of Sugar

King COLDEST OF COLD

Black Metal, Indie/Soulfood (10 Songs / VÖ: 6.12.)

5.5/ 7
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Der Soundcheck unserer Januarausgabe ist bekanntlich immer wieder für Überraschungen gut: Da sich große Bands Ende des Jahres traditionell mit Veröffentlichungen zurückhalten, erobern regelmäßig kleine oder unbekanntere Gruppen den Thron, mit denen nicht zu rechnen war. Diesmal obsiegt melodischer Black Metal aus Australien – eine an und für sich schon ungewöhnliche Kombination, die auch beim zweiten Studioalbum des Trios King für erhobene Augenbrauen sorgt.

In qualitativer Hinsicht können selbige gleich oben bleiben, denn auf ihrem Zweitwerk COLDEST OF COLD präsentieren sich Sänger Tony Forde, Gitarrist/Bassist Dave Hill und Schlagzeuger David Haley noch einen Tick durchschlagender als auf ihrem Debüt RECLAIM THE DARKNESS von 2016: Den grimmig gekrächzten Grundansatz der Exoten treiben gekonnt durchkomponierte und dominante bis erhabene Gitarrenmelodien riffend voran, während das Miteinander von wendungsreicher Dynamik, ballernder Geschwindigkeit und hoher Musikalität den Hörer schnell für sich einnimmt.

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Zudem flirtet die 2012 etablierte Gruppe hier und da gerne mit Melodic Death-Anleihen (etwa in einigen Riffs von ‘One More War’, dem Hit-Anwärter ‘King’ oder ‘Ways Of The Forest’) und baut immer wieder atmosphärische Stimmung auf (‘Beyond The Exosphere’ und der letzte Track beinhalten zum Beispiel düstere Gesänge). In der 45-minütigen Gesamtheit klingt die wilde, doch nie konzeptlose Mixtur schwer überzeugend, von vorn bis hinten gut gemacht und voller Attitüde, so dass sich schon beim zweiten Hördurchgang einige im Kopf bleibende Stücke herauskristallisieren. Zu diesen gehört neben dem leidenschaftlichen Titel-Track und der nach der Band benannten Melodieoffensive auch das furiose Finale ‘My Master, My Sword, My Fire’, welches im Refrain hymnische Züge annimmt.

Black Metal-Puristen könnten die Australier womöglich für zu freundlich und zugänglich befinden, Melodiefreunde werden hingegen (wie so oft) belohnt. Und so mögen King den Soundcheck zwar überraschend gewinnen, stehen mit dem rundherum gelungenen COLDEST OF COLD aber völlig zu Recht ganz oben. Bleibt zu hoffen, dass ihnen der Weg zur Live-Präsentation hierzulande nicht zu weit ist.

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