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KoRn The Paradigm Shift

Modern Metal, Prospect Park/Universal 11 Songs

5.0/ 7
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Zugegeben: Ich bin nicht der größte Fan der Dubstep-Platte THE PATH OF TOTALITY (2011). Die Grundidee fand ich interessant, aber für meinen Geschmack hätten es zwei, drei solcher Songs auf einem „normalen“ Korn-Album auch getan. So erging es wohl auch einem Teil der Korn-Anhängerschaft, die bei der Veröffentlichung der ersten Single von THE PARADIGM SHIFT zusammenzuckte: ‘Never Never’ setzt auf kühle Elektronik, sanfte Übergänge und wirkt im Grunde wie ein Korn-Lounge-Remix.

Schlau war diese Wahl sicher nicht, denn das restliche Material versucht mehrheitlich wieder die Brücke zu Alben wie FOLLOW THE LEADER (1998), TAKE A LOOK IN THE MIRROR (2003) oder ISSUES (1999) zu schlagen – also genau das, was sich die Fans von der Rückkehr des Gitarristen Brian „Head“ Welch erwartet haben, wenngleich das Sound-Gewand im Vergleich zu früheren Zeiten etwas flexibler (sprich: flüssiger und softer) gehalten wird. Sicher ist: Korn haben auch 2013 ihr Gespür für Hits nicht verloren. ‘Love & Meth’, ‘What We Do’ und ‘Mass Hysteria’ bringen jede Kniescheibe zur Verzweiflung, während ‘Paranoid And Aroused’, ‘Punishment Time’ sowie ‘It’s All Wrong’ die berühmt-berüchtigten trippigen Riffs von Munky und Head auffahren.

Auch wenn nicht alles vor Genialität sprüht und sich speziell die seichteren Momente etwas ziehen: Das Grundgefühl stimmt bei dieser Comeback-Scheibe (denn auf gewisse Art ist sie das ja). THE PARADIGM SHIFT ist unverkennbar und unüberhörbar Korn. Und das ist mehr, als man im Vorfeld zu hoffen wagte – speziell nach der Single-Auskopplung. Heads Love & Death-Debüt BETWEEN HERE AND LOST aus diesem Jahr behält nach traditionellen Korn-Maßstäben allerdings knapp die Oberhand gegenüber THE PARADIGM SHIFT.


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