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Letzte Instanz MORGENLAND

Rock, AFM/Soulfood (14 Songs / VÖ: 16.2.)

5/ 7
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In ihrer beinahe zwanzigjährigen Karriere haben Letzte Instanz Ausflüge in verschiedenste Genres unternommen. Überraschen uns Sänger Holly Loose und seine Truppe auf MORGENLAND erneut? Experiment oder Ankunft? Viel ist von der 1998er-BRACHIALROMANTIK nicht geblieben; Gothic Rock und Dark Wave sind längst Vergangenheit, Songs wie ‘Kopfkino’ kaum mehr als bittersüße Erinnerung. Spätestens seit dem Wechsel am Mikrofon gehen Letzte Instanz immer mehr in Richtung Rock und Pop – Tendenz vor allem bei Letzterem steigend.

MORGENLAND schließt haargenau dort an, wo LIEBE IM KRIEG (2015) aufgehört hat. Und auch wenn die Band ihren Stil über knapp zwei Jahrzehnte hinweg ordentlich durchgewirbelt hat, bleibt er nach wie vor unverkennbar. Stark durch Geige und Cello geprägt, beginnt mit ‘Morgenland’ die Entdeckungsreise. Hollys markante, raue Stimme tut ihr Übriges und liefert den maximalen Wiedererkennungswert. Besonders ‘Mein Land’ und ‘Armageddon’ treffen textlich den Zahn der Zeit, ohne zu belehren. Vielmehr erzählen Letzte Instanz Geschichten, die uns alle etwas angehen: Grenzen durchbrechen und aus Fehlern der Vergangenheit lernen.

Das Cover ‘Children’ – mit und von der israelischen Band Orphaned Land – bildet einen ungewöhnlichen, aber starken Ausklang und unterstreicht noch einmal die Intention des Albums. MORGENLAND liegt heute irgendwo zwischen Rock und Pop und ist für Fans der ersten Stunde durchaus zu sehr Ballade. Doch wer LIEBE IM KRIEG mag, wird dieses Album lieben.

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