Machine Heads zweites Live-Album (nach HELLALIVE, 2003) beginnt, wie man es erwartet: Die gierigen Fans skandieren voller Inbrunst „Machine fucking Head!“. Dann das „Mantra-Intro“ zu ‘I Am Hell (Sonata In C#)’, und los geht die wilde Reise durch das musikalische Œuvre des Bay Area-Vierers. Die gewaltige Omnipräsenz Machine Heads gipfelt in MACHINE F***ING HEAD, das die Erfolgsgeschichte der letzten Jahre vorerst abrundet. Richtig: Nicht beendet, sondern nur vereinheitlicht. Diese Erfolgs-Story wird garantiert weiter geschrieben. So viel steht fest.
Grund dafür sind die Ausnahmestücke sowie die packenden Live-Shows. Und genau das wird hier auf über 100 Minuten festgehalten. Das Wichtigste an dieser Scheibe ist aber, dass man zu jeder Sekunde Publikum hört: Echt, authentisch, geil. Dass dennoch der Sound der Band glasklar kommt, gleicht der Quadratur des Kreises. Man wähnt sich tatsächlich mittendrin, statt nur dabei. Was die heutige Technik alles möglich macht. Die 15 auf dem gesamtem Globus mitgeschnittenen Stücke demonstrieren, wie magisch Metal sein kann, wenn eine Band großartige Musik spielt und die Fans einfach steil gehen und das Dargebotene abfeiern. Eine Symbiose magischer Natur.
Hier einen Song herauszuheben, fällt schwer, wobei gerade das Material der letzten drei Alben natürlich qualitativ zum Besten gehört, was in der letzten Dekade veröffentlicht wurde. Da ich mich als großen Skeptiker gegenüber Live-Alben sehe, kann ich hierbei nur den Hut ziehen und sagen, dass MACHINE F***ING HEAD von nun an als Referenzwerk in Sachen Live-Veröffentlichung anzusehen ist. Höchstnote.
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