Toggle menu

Metal Hammer

Search

Meshuggah Obzen

teilen
mailen
teilen
von

Da ist sie wieder, die alte Stilbezeichnungsproblematik. So einfach es ist, eine Band wie Cannibal Corpse mit einem Etikett zu versehen, so schwierig gestaltet sich die Suche nach einem passenden Label bei Meshuggah, die seit jeher alle Stilgrenzen ignorieren.

OBZEN ist in dieser Hinsicht keine Ausnahme, bewegt sich aber nicht nur in den gewohnt heftigen Regionen, sondern nimmt auch durchaus Züge an, wie wir sie von Tool her kennen (‘Electric Red’). Doch keine Sorge: Der durchschnittliche Härtegrad liegt hoch genug, dass auch Fans der frühen Meshuggah-Alben ihre Freude haben werden – zudem sind einige der Hack-Grooves der Frühphase wieder zurück im Programm der Schweden.

Doch auch das Hypnotische, die wiederkehrenden Riffs und auch Melodielinien, die den Vorgänger CATCH 33 dominiert haben, sind auf OBZEN reichlich vertreten. Das verleiht dem Album die zwingend notwendige Struktur, die es aufgrund der Komplexität der einzelnen Songs dringend benötigt. Hierin liegt auch die eigentliche Stärke von Meshuggah: Sie besitzen überragende instrumentale Fähigkeiten, spielen und nutzen sie voll aus, schrauben aber immer dann eine Stufe runter, wenn die Gefahr besteht, dass ein Lied ins willenlos Technische abdriftet. Das gelingt nur wenigen, von daher verdienen die Schweden klar die Höchstnote.

Petra Schurer

(Diese und viele weitere Rezensionen findet ihr in der METAL HAMMER April-Ausgabe!)


ÄHNLICHE KRITIKEN

Meshuggah :: THE VIOLENT SLEEP OF REASON

Meshuggah :: The Ophidian Trek

Cannibal Corpse :: A Skeletal Domain


ÄHNLICHE ARTIKEL

Kam Lee (Massacre): Slayer haben den Death Metal erfunden

Für Kam Lee liegt der Ursprung des Death Metal in der Musik von Slayer — genauer gesagt: In einem ganz bestimmten Element.

Meshuggah: 30 Jahre DESTROY ERASE IMPROVE

DESTROY ERASE IMPROVE ist Meshuggahs zweites Album und hat in den Neunzigern groß eingeschlagen. Heute wird es 30 Jahre alt.

Cannibal Corpse: Chris Barnes über Corpsegrinder

Die Stimmung zwischen Chris Barnes und seinem Cannibal Corpse-Nachfolger George Fisher war noch nie gut. Nun spricht Ersterer über die Gründe hierfür.

teilen
mailen
teilen
Zum 56. Geburtstag von Joacim Cans (Hammerfall)

Am 19. Februar 1970 im beschaulichen Mora geboren, hätte wohl niemand geahnt, dass aus dem Jungen aus der schwedischen Kleinstadt einmal eine markante Stimme des europäischen Power Metal werden würde. Joacim Cans zeigte jedoch früh, dass er sich von Erwartungen nicht aufhalten lässt. Die ersten Schritte von Joacim Cans Mit gerade einmal 16 Jahren gründete er seine erste Band Eternity - eigentlich als Gitarrist. Nur wollte niemand singen. Also biss Cans in den sprichwörtlichen sauren Apfel und übernahm den Job selbst. Ein Schritt, der seine gesamte Laufbahn definieren sollte. 1991 sprang er bei Highlander ein - eigentlich nur für einen…
Weiterlesen
Zur Startseite