Toggle menu

Metal Hammer

Search

Meshuggah Obzen

teilen
mailen
teilen
von

Da ist sie wieder, die alte Stilbezeichnungsproblematik. So einfach es ist, eine Band wie Cannibal Corpse mit einem Etikett zu versehen, so schwierig gestaltet sich die Suche nach einem passenden Label bei Meshuggah, die seit jeher alle Stilgrenzen ignorieren.

OBZEN ist in dieser Hinsicht keine Ausnahme, bewegt sich aber nicht nur in den gewohnt heftigen Regionen, sondern nimmt auch durchaus Züge an, wie wir sie von Tool her kennen (‘Electric Red’). Doch keine Sorge: Der durchschnittliche Härtegrad liegt hoch genug, dass auch Fans der frühen Meshuggah-Alben ihre Freude haben werden – zudem sind einige der Hack-Grooves der Frühphase wieder zurück im Programm der Schweden.

Doch auch das Hypnotische, die wiederkehrenden Riffs und auch Melodielinien, die den Vorgänger CATCH 33 dominiert haben, sind auf OBZEN reichlich vertreten. Das verleiht dem Album die zwingend notwendige Struktur, die es aufgrund der Komplexität der einzelnen Songs dringend benötigt. Hierin liegt auch die eigentliche Stärke von Meshuggah: Sie besitzen überragende instrumentale Fähigkeiten, spielen und nutzen sie voll aus, schrauben aber immer dann eine Stufe runter, wenn die Gefahr besteht, dass ein Lied ins willenlos Technische abdriftet. Das gelingt nur wenigen, von daher verdienen die Schweden klar die Höchstnote.

Petra Schurer

(Diese und viele weitere Rezensionen findet ihr in der METAL HAMMER April-Ausgabe!)


ÄHNLICHE KRITIKEN

Meshuggah :: THE VIOLENT SLEEP OF REASON

Meshuggah :: The Ophidian Trek

Cannibal Corpse :: A Skeletal Domain


ÄHNLICHE ARTIKEL

Meshuggah: 35 Jahre Debüt CONTRADICTIONS COLLAPSE

Es ist bereits 35 Jahre her, dass Meshuggah ihr erstes Studioalbum CONTRADICTIONS COLLAPSE veröffentlichten. Wir blicken zurück.

Heavysaurus wehren sich gegen Satanismusvorwürfe

Die Dino Metal-Band Heavysaurus reagiert in einem Instagram-Post auf den Vorwurf, ihre Musik sei gewaltverherrlichend und satanistisch.

Chris Barnes: "Cannibal Corpse fühlen sich von mir bedroht"

Zwischen Chris Barnes und seiner ehemaligen Band Cannibal Corpse krachte es 1995. Barnes glaubt nicht an eine gemeinsame Zukunft.

teilen
mailen
teilen
Cannibal Corpse: Wendepunkt KILL ist 20 Jahre alt

Wenn eine Band wie Cannibal Corpse ihr zehntes Studioalbum veröffentlicht, könnte man meinen, sie würde sich auf Routine ausruhen. Doch als die US‑Amerikaner aus Florida im März 2006 über Metal Blade Records ihr Werk KILL losließen, war schnell klar: Hier passiert etwas, das die Diskografie der Death-Metaller nachhaltig verändern würde. Die Rückkehr von Rob Barrett Ein entscheidender Faktor für diesen Wendepunkt war die Rückkehr von Gitarrist Rob Barrett. Er hatte die Band bereits zwischen 1993 und 1997 geprägt und war auf Klassikern wie THE BLEEDING (1994) und VILE (1996) zu hören. 2005 kehrte er zurück, und KILL wurde das erste…
Weiterlesen
Zur Startseite