Toggle menu

Metal Hammer

Search
Rammstein – das Interview zum neuen Album: METAL HAMMER 06/19

Mob Rules Cannibal Nation

Melodic Metal, AFM 9 Songs / 48:49 Min. / 19.10.2012

6.0/ 7
teilen
twittern
mailen
teilen
von
Foto: METAL HAMMER

Seit 18 Jahren sind die deutschen Mob Rules eine sichere Bank im Grenzgänger-Metal. Mit cleverer, progressiver Grundstimmung und melodisch-metallischer Finesse, die geschmackssicher niemals in seichte bis einfältige Power Metal-Fremdscham-Gefilde abzudriften droht, hat die Band auf ihrem bisherigen Weg den Hörer gebannt und denkt nicht daran, dies zu ändern.

Daran lässt schon der Opener ‘Close My Eyes’ keine Zweifel, der sich ohne schlechtes Gewissen neben eingängigen Dream Theater niederlassen kann. ‘Lost’ lässt direkt danach nicht weniger locker. Schließlich kann der Song mit sämiger Siebziger-Orgel und sakralem Refrain die Spannung halten, und hinterlässt einen nach sechseinhalb Minuten irgendwie mit einem befriedigteren Gefühl als die circa 5151 Sendeminuten der gleichnamigen TV-Serie. ‘Tele Box Fool’ zeigt, dass Mob Rules auch mit schnellerem Tempomat aus den Puschen kommen können, doch seine wahre Stärke stellt man weiterhin mit den kompositorisch ausformulierteren und getragenen Nummern unter Beweis. Der fortschrittliche Kraftakt einer Prog-Suite wie ‘The Oswald File’ vom Vorgänger bedarf es diesmal gar nicht mehr.

Mob Rules haben von ihrem letztmaligen Spieldauer-Gipfelsturm wohl die Gelassenheit der Unangestrengtheit gelernt und nun in kürzeren, jedoch gleichsam dramatischen Experten-Eskapaden kultiviert. Ob sich deshalb der Song ‘Scream For The Sun’ historisch-thematisch mit der Mount Everest-Erstbesteigung beschäftigt, sei nur vermutend dahingestellt. Dass zum Ende noch die Akustische spanische Strandabendstimmung in ‘Sunrise’ einläutet, ist einmal mehr Trumpfplattform für Sänger Klaus Dirks’ tänzelndes und schwingendes Timbre, wie es Mob Rules’ stilistisches Können und Bandbreite reflektiert.


ÄHNLICHE KRITIKEN

Resident Evil 2 (PS4, Xbox One, PC)

Zum 21. Geburtstag bekommt „Resident Evil 2“ eine Frischzellenkur und kehrt als generalüberholte Fassung auf aktuelle Konsolen und den PC...

Just Cause 4 (PS4, Xbox One, PC)

Brachiale Action ohne Verschnaufpause auf der einen und eintönige Nebenmissionen auf der anderen Seite. Wie sich „Just Cause 4“ schlägt,...

Heavy Trip :: Komödie


ÄHNLICHE ARTIKEL

„Just Cause 4“ im Test: Brachiale Daueraction

Action ohne Verschnaufpause auf der einen und eintönige Nebenmissionen auf der anderen Seite. Wie sich „Just Cause 4“ schlägt, verrät unter Test.

„Heavy Trip“-Filmkritik: Perfekt für einen entspannten Filmabend mit Freunden

Eine junge Heavy Metal-Band aus der finnischen Einöde plant den ganz großen Durchbruch und durchlebt dabei jede Menge Turbulenzen!

„Battlefield 5“ im Test: Der beste Popcorn-Spaß auf dem Multiplayer-Markt

Mit ‘Battlefield V’ haben die Entwickler die richtigen Schlüsse gezogen, zumindest größtenteils.

teilen
twittern
mailen
teilen
Olympia-Eiskunstläuferin: Kür mit AC/DC

Eiskunstlauf ist jetzt nicht zwingend die Wintersportart, für die man sich sofort begeistern könnte – diesbezüglich sind Skispringen oder Biathlon deutlich beliebter. Doch eine 19-jährige Ungarin ließ uns mit ihrer mutigen Musikwahl aufhorchen und -sehen: Ivett Tóth erschien mit Leder-Outfit und fingerlosen Handschuhen auf dem Eis und performte ihre Kür zu ‘Back In Black’ und ‘Thunderstruck’ von AC/DC. Ihre Performance wurde zwar nicht gut genug für eine Medaille bewertet, doch von uns erhält sie 10/10 MAXIMUM ICE-Punkte! Seht hier die Olympia-AC/DC-Kür der Ungarin Ivett Tóth:   https://www.metal-hammer.de/die-metal-hammer-maerz-ausgabe-2018-judas-priest-arch-enemy-boehse-onkelz-u-v-a-1019029/
Weiterlesen
Zur Startseite