Wer sich als Metalcore-Fan schon immer mal einen orgeln wollte, ist bei Motionless In White richtig. Da werden Flächen und Keyboard-Töne aufgefahren, die HIM, Cradle Of Filth oder Oomph! erblassen lassen. Dazu gesellen sich harsche Rhythmus-Einheiten (‘Devil’s Night’ ist beispielsweise komplett von Slipknots ‘Psychosocial’ gemopst) und klar gesungene Melodiebögen, die das Klangbild des amerikanischen Sextetts aber noch lange nicht abrunden.
Auf ‘A-M-E-R-I-C-A’ sowie ‘The Divine Infection’ glaubt man plötzlich, Marilyn Manson zu lauschen, während das fixe ‘Burned At Both Ends’ Trivium-DNA besitzt und ‘Puppets 2 (The Rain)’ einen Knicks vor Static-X macht. Ach ja, ‘Synthetic Love’ spielt mit Disturbed-Rhythmen. Habe ich schon die diversen modernen Raunchy-Passagen erwähnt? Durchaus am Rande zum Kitsch, aber gekonnt abgefedert.
Dass INFAMOUS dennoch nicht durchweg überzeugt, liegt an den Wendungen, zu denen Motionless In White keine wirklich plausible musikalische Erklärung einfällt. Wollen sie jetzt Metalcore, Modern Metal oder Goten-Floor spielen? Diese Indifferenz hinterlässt nach einer Dreiviertelstunde mehr Fragen als Antworten.
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