Zuerst nervt die Stimme ein wenig, dann findet man sich langsam in die Musik hinein, doch am Ende nervt das Album leider wieder: Mit VICTIM OF YOURSELF legt die Thrash Metal-Band Nervosa aus Brasilien ihr Debütalbum vor. Die Besonderheit der Gruppe ist jedoch weder ihre spürbare Aggressivität noch sind es ihre zackig schnellen Riffs, sondern die Besetzung: Mit Fernanda Lira (Gesang, Bass), Prika Amaral (Gitarre, Hintergrundgesang) und Pitch Ferraz (Schlagzeug) bestehen Nervosa nämlich aus drei Damen.
Ungewöhnlich, aber durchaus spannend. Doch neben den Schauwerten geht es natürlich um die Musik, und diese ist im Fall von Nervosa oftmals wechselhaft. Während ‘Justice Be Done’ und ‘Envious’ brauchbare Refrains vorweisen, findet beispielsweise der Track ‘Nasty Injury’ weder Ziel noch Ende. Überhaupt verschwimmen die einzelnen Stücke miteinander, und die gute Dreiviertelstunde thrasht ohne größere Höhepunkte am Hörer vorbei.
Zwar kann man sich einzelne Tracks wie ‘Into Mosh Pit’ oder ‘Deep Misery’ gut und gerne öfter anhören, und an die (noch immer nervige) Stimme mag sich der ein oder andere Hörer mit der Zeit gewöhnen – allerdings sollten Nervosa im Lauf ihrer hoffentlich fortgeführten Karriere am Spannungsverlauf ihrer Musik und mehr Abwechslungsreichtum feilen.
ÄHNLICHE KRITIKEN
Mobile Suit Gundam Extreme Vs. Maxiboost On (+ Verlosung)
Wir haben uns in das heimische Cockpit gesetzt und die Missionen und Online-Gefechte von "Mobile Suit Gundam Extreme Vs. Maxiboost...
Star Trek: Picard :: Science-Fiction
Terminator: Resistance (PS4, Xbox One, PC)
Spiele, die auf Filmlizenzen basieren, haben es in der Regel nicht leicht und sind oftmals nur lieblos zusammengeschustert worden. „Terminator:...
ÄHNLICHE ARTIKEL
Die Videos der Woche vom 03.04. mit Kreator, Periphery u.v.m.
Brandaktuelles Videomaterial gibt es auch diese Woche - von unter anderem Dogma, Nervosa, Dominum sowie einigen weiteren.
Die Videos der Woche vom 06.03. mit Nervosa, Epica, H-Blockx u.v.m.
Brandaktuelles Videomaterial gibt es auch diese Woche - von unter anderem Long Distance Calling, Dirkschneider sowie einigen weiteren.
Zum 40. Geburtstag von MASTER OF PUPPETS: Die Original-Rezi von 1986
MASTER OF PUPPETS von Metallica wurde am 03.03.1986 veröffentlicht. Zum runden Geburtstag kramen wir das Review aus METAL HAMMER 03/1986 raus.
