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Night Laser LASERHEAD

Hard Rock, Out Of Line/RTD (12 Songs / VÖ: 17.3.)

4/ 7
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Zugegeben: Wenn das be­grüßende Foto auf der Bandwebsite eher wie eine Steel Panther-Persiflage aussieht, sind die Erwartungen an die möglichen inneren Werte nicht zwangs­läufig die höchsten. Zum Glück beweisen die Hamburger Hair Metal-Fetischisten auf ihrem zweiten Album musikalisch ein weitaus besseres Händchen als bei der Klamotten­auswahl von Rudi Schenkers Resterampe. Fingerfertig und in der Into­nation international stimmig zollt man mit der nötigen Ernst­haftigkeit dem glamourösen Hard Rock der Achtziger Tribut, ohne in eine der befürchteten teutonischen Peinlich­keitsfallen zu tappen. Egal, ob schnittige Party-Hymnen (‘Neon Lightning’), metallisch gefräste Bretter mit verzierenden Priest-Nieten, melodische Midtempo-Fäusterecker auf Kuhglocke (‘Keep This Love Alive’) oder schmeichelnde Breitwandballaden (‘Make Me Cry’) – Night Laser lassen nichts aus und auch nichts anbrennen. Und obwohl wir alle wissen, dass die in ‘L.A. One Day’ besungene Sehnsucht nach einer längst vergangenen Rock-Welt nur noch eine verklärte Traumvorstellung ist: Hätten Night Laser dieses Album vor 30 Jahren veröffentlicht, hätten sie sich damit vielleicht tatsächlich als neues großes Ding aus Deutschland auf dem Sunset Strip empfehlen können.

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